Saade gilt als Pionierin der deutschen Fahrradkultur. Bereits in den 1980er Jahren engagierte sie sich mit einem alternativen Fahrradladen für urbane Mobilität. 2000 gründete sie Velokonzept und baute das Unternehmen zu einer zentralen Plattform für Projekte, Kampagnen und Veranstaltungen auf. Wichtige Meilensteine sind die Gründung des Bikebrainpool (1996) sowie die Publikumsmesse Velo Berlin (seit 2011). Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Berliner Unternehmerin des Jahres 2011“.
Unter der neuen Doppelspitze nimmt Velokonzept sich zum Ziel, aktive Mobilität inklusiv zu denken, zu planen, zu leben und zu erleben – damit alle Menschen sicher und selbstbestimmt Rad fahren können. Auch der Fußverkehr, die lebens- und liebenswerte Stadt, rückt stärker in den Vordergrund.
„Ulrike Saade hat uns als Pionierin […] beste Voraussetzungen gegeben“, sagt Isabell Eberlein. Nun gehe es darum, „in unruhigen Zeiten mit kreativen Veranstaltungsideen, Konzepten und akteursübergreifender Zusammenarbeit“ das Thema weiter voranzubringen.
Velokonzept beschäftigt heute 17 Mitarbeitende und versteht sich als Denkfabrik und Umsetzungsagentur gleichermaßen. Mit Projekten wie Women in Cycling hat das Unternehmen Themen wie Diversität und Gleichstellung in der Mobilität stärker ins Zentrum gerückt.
Zum Jubiläum und zur Staffelübergabe lud Velokonzept rund 150 Gäste in den Gewerbehof der Alten Königsstadt in Berlin ein. Zahlreiche alte Weggefährten kamen, darunter Ralf Kindermann, Christian Rothe (beide hielten eine Laudatio), Kurt Schär, Anja Knaus, Peter Barzel, Gunnar Fehlau und viele andere.


