CEO Jonas Nilsson: »Die erste Hälfte von 2025 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg zu einer nachhaltigen Erholung sind, obwohl noch viel zu tun ist. Unsere Verkaufs- und Betriebsergebnisse für 2024 wurden von Einmaleffekten beeinflusst und spiegeln den herausfordernden Markt wider.« Accell habe seine Widerstandsfähigkeit bewiesen und die Bemühungen, Komplexität zu reduzieren und die Effizienz zu steigern, zahlten sich jetzt aus.
Kostspielige Einmaleffekte
Der nach der im Februar abgeschlossenen Rekapitalisierung nun endgültige Jahresabschluss 2024 weist einen Umsatzrückgang auf 1,009 Milliarden Euro aus. Als Grund dafür nennt Accell »intensive Rabattierungen«. Das EBIT blieb auf Vorjahresniveau. Hier machten sich als Einmaleffekte bemerkbar: Kosten für Abschreibungen alter Lagerbestände, Kapitalumstrukturierung und den Babboe-Rückruf.
Accell betont aber auch die Fortschritt: Man habe die Lagerbestände 2024 deutlich reduziert, die Anzahl der Lager international von 85 auf 28 verringert. Die Produktion wurde von den Marken entkoppelt und nutzt nun ein Netzwerk eigener und externer Werke mit einer modernen Anlage in Ungarn als zentralem Hub.
Für die Umstrukturierungen hat sich Accell über eine Super-Senior-Kreditfazilität von 50 Millionen Euro Liquidität gesichert.
Vom Rückruf betroffene Babboe-Kunden würden weiter unterstützt, aber man nähere sich dem Ende der Rückrufmaßnahmen. Inzwischen haben man den Verkauf in Deutschland, Frankreich und Dänemark aber wieder aufgenommen und will so der wachsenden Nachfrage nach sicheren und innovativen Lastenrädern gerecht werden.
Die anderen Accell-Marken schicken verschiedene Neuheiten ins Rennen. Zum Beispiel hat Raleigh kürzlich das ONE vorgestellt, ein vernetztes und zuverlässiges E-Bike für urbane Mobilität.
Seit Januar ist Accell offizieller Partner des Team Picnic PostNL, mit Lapierre als Fahrrad- und XLC als Zubehörsponsor. Das Team erzielte Etappensiege beim Giro d’Italia und der Tour de Suisse.
Die Marken gewännen weiterhin Marktanteile, betont Accell, und schaffen damit auch Vertrauen in die Zukunft der Gruppe.

