In der Kategorie der Städte mit über 500.000 Einwohnern liegt Frankfurt am Main mit der Gesamtnote 3,49 erstmals auf dem Spitzenplatz. Auch Hannover, Bremen, Leipzig und München verzeichnen Verbesserungen in ihrer Bewertung. Insgesamt haben sich zehn der 15 größten Städte in der Wahrnehmung der Radfahrenden verbessert, was vor allem durch Investitionen in die Radinfrastruktur erreicht wurde.
Unsicheres Miteinander bleibt größte Schwachstelle
Ein zentrales Problem bleibt jedoch bestehen: Das Miteinander im Straßenverkehr wird weiterhin negativ bewertet. Viele Radfahrende beklagen gefährliche Überholmanöver, zugeparkte Radwege und unklare Verkehrsführungen. Laut ADFC fühlen sich über 70 Prozent der Befragten im Straßenverkehr nicht sicher.
Der ADFC appelliert an Politik und Verwaltung, insbesondere auf Hauptverkehrsachsen sichere, vom motorisierten Verkehr getrennte Radwege zu schaffen. Eine konsequente Förderung durch Bund, Länder und Kommunen sei dafür notwendig. Nur so lasse sich das Radfahren als alltägliche und gleichberechtigte Mobilitätsform stärken.
Für besondere Fortschritte im Bereich „Miteinander im Verkehr“ erhielt die Stadt Aachen einen Sonderpreis. Die Bewertung dieses Aspekts fiel mit der Note 3,6 besser aus als die Gesamtbewertung (3,8).
Über 188.000 Menschen nahmen in diesem Jahr an der bundesweiten Umfrage teil, die alle zwei Jahre durchgeführt wird. Bewertet wurden unter anderem die Sicherheit, Infrastruktur, Kommunikation und der Komfort beim Radfahren in 1.114 Städten.
BILDZEILEN:
Viele Großstädte über 500.000 Einwohner holen weiter auf in puncto Fahrradfreundlichkeit. ADFC


