Die Ergebnisse zeigen eine Verschiebung innerhalb des Radtourismus: Während die Nutzung des Fahrrades im Urlaub zunimmt, gehen klassische Radreisen, Kurzradreisen und Tagesausflüge zurück.
Rückgänge bei Radreisen und Tagesausflügen
Im Jahr 2025 unternahmen 3,3 Millionen Menschen eine klassische Radreise mit mehr als drei Übernachtungen. Sie absolvierten zusammen 4,6 Millionen Reisen mit durchschnittlich 7,6 Übernachtungen. 2023 waren in diesem Segment noch 3,6 Millionen Personen unterwegs.
Auch Kurzradreisen mit ein bis zwei Übernachtungen gingen zurück: von 5 Millionen Menschen im Jahr 2023 auf 4,2 Millionen im Jahr 2025. Insgesamt wurden 7,6 Millionen solcher Reisen registriert.
Deutlicher fiel der Rückgang bei Tagesausflügen aus. 34 Millionen Menschen unternahmen 2025 insgesamt 361 Millionen Tagesausflüge mit dem Fahrrad. Zwei Jahre zuvor waren es noch 455 Millionen gewesen.
Mehr Radnutzung im Urlaub und steigende Pedelec-Quote
Parallel dazu steigt die Nutzung des Fahrrads als Aktivität im Urlaub. 12,7 Millionen Menschen nutzten 2025 während ihrer Reise zumindest gelegentlich ein Fahrrad. Das entspricht 22,8 Millionen einzelnen Nutzungen. 2023 lag dieser Wert noch bei 10,6 Millionen Menschen.
Auch die Bedeutung elektrischer Unterstützung wächst weiter: Auf Radreisen nutzt inzwischen etwa jeder zweite Reisende ein Pedelec.
Radtourismus bleibt wirtschaftlich relevant
Der ADFC beziffert die Ausgaben im Radtourismus für 2025 auf insgesamt 38,7 bis 41,8 Milliarden Euro. Wer eine Radreise mit mehr als drei Übernachtungen unternahm, gab durchschnittlich 133 Euro pro Person und Tag aus. Kurzreisende lagen bei 144 Euro, Radfahrer im Urlaub bei 128 Euro und Tagesausflügler bei rund 34 Euro.
Für den Fahrradhandel ist auch der Ausrüstungsmarkt relevant: 29 Prozent der Radreisenden nutzten ihre Reise als Anlass für neue Ausrüstung. Am häufigsten wurden Fahrradtaschen gekauft, gefolgt von Bekleidung, Fahrradteilen und Reparaturen. Jeder Zehnte dieser Käufer entschied sich für ein neues E-Bike.
Beliebte Radfernwege
Bei den meistbefahrenen Radfernwegen liegt der Elberadweg weiterhin an der Spitze. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Weser-Radweg und der Ostseeküsten-Radweg. Weitere häufig genutzte Routen sind unter anderem der Rheinradweg, der Bodensee-Königssee-Radweg sowie der Donauradweg.
Nach Einschätzung des ADFC zeigt die Analyse weiterhin ein großes Potenzial im Radtourismus. Gleichzeitig verweisen die Ergebnisse auf Handlungsbedarf bei Infrastruktur, Erreichbarkeit und zielgruppenspezifischen Angeboten.

