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ADFC: Weniger getötete Radfahrende – aber immer noch zu viele
Die Zahl der getöteten Radfahrenden in Bayern ist 2025 gegenüber 2024 um 12 zurückgegangen, gleichzeitig stieg jedoch die Anzahl der gemeldeten verletzten Radfahrenden um 3,3 %. Der ADFC Bayern mahnt weiter einen konsequenten und gezielten Ausbau sicherer Radinfrastruktur an. 1.500 Kilometer neue Radwege bis 2030 reichten dafür bei weitem nicht aus. Auch die bestehende Infrastruktur müsse sicherer gemacht werden.
Foto: ADFC

Eva Mahling, Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bayern, fordert, aus der Unfallstatistik die richtigen Konsequenzen zu ziehen mit dem klaren Ziel, Unfälle wirksam zu verhindern. Kontrollen müssten dort stattfinden, wo Unfälle passieren, und sich an den tatsächlichen Ursachen orientieren. „Wenn wir die sogenannte Vision Zero ernst nehmen, brauchen wir sichere, fehlerverzeihende Straßenräume und eine Planung, die auch Beinaheunfälle systematisch berücksichtigt“, betont die ADFC-Vorsitzende.

Kampagnen oder Appelle sind aus Sicht des ADFC Bayern ein Baustein der Präventionsarbeit. Bayern brauche aber vor allem ein durchgängiges und komfortables Radwegenetz, baulich getrennte Radwege und geschützte Kreuzungen – insbesondere an den Stellen, an denen heute viele Unfälle passieren.

Das Ziel der Staatsregierung, bis 2030 insgesamt 1.500 Kilometer neue Radwege zu bauen, sei dafür nicht ausreichend. Es sei auch nicht sichergestellt, dass die geplanten Radwege dort gebaut werden, wo die Unfallgefahr besonders hoch ist.

Der ADFC Bayern fordert daher, die Mittel für den Radwegebau deutlich zu erhöhen und den Aus- und Umbau sowie Kontrollen konsequent an Unfallschwerpunkten auszurichten.

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