Im zweiten Verkaufsquartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 erzielte GoPro einen Gesamtumsatz von 104,93 Millionen USD (90,91 Millionen Euro, minus 31,3 Prozent). Dieser teilt sich auf die zwei vom Anbieter ausgewiesenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
Hardware: 75,95 Millionen USD (65,80 Millionen Euro, minus 39,9 Prozent)
Subscription & Services: 28,98 Millionen USD (25,11 Millionen Euro, plus 10,6 Prozent)
Während das größere Hartwaren-Geschäft im zweiten Quartal weiterhin kräftig Federn lassen musste (der Kamera-Absatz von rund 291.000 Einheiten lag ebenfalls zweistellige 38 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes), setzen die US-Amerikaner jetzt alle Hoffnungen auf das im Vergleich kleinere (aber zweistellig wachsende) Abo- und Dienstleistungs-Geschäft. Dies konnte immerhin seinen Anteil am zweiten Quartals-Gesamtumsatz von 17 Prozent in 04-06/2025 auf nunmehr 28 Prozent hieven. Außerdem erfährt Go Pro gerade im Abo-Geschäft eine Rekord-Bindungsrate von 69 Prozent (Vorjahresquartal: 54 Prozent).
»Im zweiten Quartal haben wir die Leistungsfähigkeit und das kreative Potenzial unserer Kamerapalette mit der Einführung der `Mission 1´ erweitert und unseren strategischen Überprüfungsprozess zur Maximierung des Shareholder-Value weiter vorangetrieben«, erklärt Woodman, »ich freue mich sehr auf unsere neuen und kommenden Produkte, da sie GoPro weiter als eines der weltweit spannendsten Unternehmen und Marken im Bereich der digitalen Bildgebung etablieren.«
Der Umsatz des Hartwaren-Geschäfts aus dem Einzelhandels-Kanal belief sich auf 58 Millionen USD (50,25 Millionen Euro, minus 48 Prozent). Der Verkauf über die eigene Webseite GoPro.com erzielte hingegen mit seinem eingefahrenen Umsatz von 47 Millionen USD (40,72 Millionen Euro) ein Plus von 13 Prozent.
Der letztendliche Quartals-Nettoverlust lag bei 51,01 Millionen USD (44,19 Millionen Euro). Zum Vergleich: in 04-06/2025 war es ein Nettoverlust von 16,42 Millionen USD (14,22 Millionen Euro). Im Nettoverlust des zweiten Quartals 2026 enthalten: ein Gewinn von 19 Millionen USD (16,46 Millionen Euro) aus Zollrückerstattungen. Dieser verpuffte allerdings teilweise durch eine Belastung in Höhe von 15 Millionen USD (12,99 Millionen Euro) »im Zusammenhang mit bestimmten Kaufverpflichtungen für Komponenten«.
Das erste Halbjahr
Der Gesamtumsatz des ersten GoPro-Halbjahres 2026 liegt mit 204 Millionen USD (176,75 Millionen Euro) 28,9 Prozent unter dem der ersten sechs Monate des Vorjahres – und teilt sich wie folgt auf:
Hardware: 148,10 Millionen USD (128,32 Millionen Euro, minus 36,7 Prozent)
Subscription & Services: 55,90 Millionen USD (48,43 Millionen Euro, plus 5,3 Prozent)
Der Nettoverlust des ersten Halbjahres wuchs von 63,13 Millionen USD (54,70 Millionen Euro) in 01-06/2025 auf 131,83 Millionen USD (114,22 Millionen Euro) in 01-06/2026.
Ausblick
Das im Mai vom GoPro-Vorstand genehmigte Verfahren zur Prüfung eines möglichen Verkaufs des Unternehmens sowie anderer strategischer Alternativen läuft weiterhin.
Zudem sitzt die US-Börse dem Anbieter immer noch im Nacken: wenn der Kurs der GoPro-Aktie am Handelsplatz NASDAQ an 30 aufeinanderfolgenden Tagen unter der 1 USD-Marke (0,86 Euro) liegt, läuft sie Gefahr, gemäß sogenannter Penny-Stock-Regel vom Handel genommen bzw. »delisted« zu werden.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der zweiten Verkaufsquartals- und Halbjahres-Ergebnisse am 10. August gab die GoPro-Aktie um etwas mehr als 13 Prozent deutlich auf 0,61 USD (0,52 Euro) nach.
Text: Jo Beckendorff


