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Auch DTC-Größe Canyon Bicycles hat in diesem Jahr zu kämpfen
Letzten Freitag (7. November) hat die belgische Beteiligungsgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert SA (GBL) den Geschäftsbericht ihrer ersten drei Verkaufsquartale 2025 veröffentlicht. Darin enthalten: Zahlen des deutschen Fahrrad-Direktanbieter-Pioniers Canyon Bicycles GmbH.
Foto: Canyon Bicycles

Dazu der Hinweis, dass GDL neben Canyon-Gründer Roman Arnold Mehrheitseigener des Bikeanbieters ist. Arnold selbst nimmt seit 1. September als Executive Chairman wieder eine aktive Rolle im Geschäft der mittlerweile international agierenden DTC-Premiummarke ein.
Laut vorliegendem GDL-Bericht entfallen 29 Prozent des Beteiligungsgesellschaft-Portfolios auf den Geschäftsbereich »Direct Private Assets«. Dort bringt es Canyon auf einen Anteil von 7 Prozent.
Laut GDL-Geschäftsbericht liegt der Canyon-Umsatz 01-09/2025 bei 611 Millionen Euro. Verglichen mit den ersten drei Quartalen des Vorjahres ist das ein Minus von 7 Prozent. Um dieses Ergebnis aber einmal in Relation zu setzen: in 2020 – also dem Jahr vor dem Einstieg von GDL bei Canyon – erzielten die Koblenzer einen Jahresumsatz von 408 Millionen Euro.
Nichtsdestotrotz musste das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBITDA) in den ersten drei Verkaufsquartalen 2025 im Vergleich einen Rückgang von 29 Prozent schlucken.
»Umsatz und EBITDA wurden durch ein schwieriges Marktumfeld beeinträchtigt, das durch ein Überangebot und aggressive Preisnachlässe – insbesondere bei E- und nicht E-Mountainbikes und -Citybikes – gekennzeichnet war. Die Performance in den Canyon-Segmenten Rennräder und Gravelbikes blieb wiederum robust.  Dennoch zeigte sich die Leistung von Canyon in bestimmten Kategorien und Märkten widerstandsfähig und stellte die Stärke der Marke unter Beweis«, heißt es im Geschäftsbericht.
Europa okay – USA und Asien mit Nachfrage-Flaute
Der mit Abstand größte Canyon-Markt Europa zeige sich für Canyon weiterhin widerstandsfähig. In den USA (aufgrund der Zollunsicherheiten) und Asien habe die Verbraucher-Nachfrage nachgelassen. Darüber hinaus wurde das Geschäft von der vorübergehenden Einstellung ausgewählter E-Mountainbike-Modelle nach Qualitätsproblemen, die im letzten Verkaufsquartal 2024 festgestellt wurden, belastet. Dieses Problem habe man aber für die Mehrheit der betroffenen Kunde schon lösen können.
Geschäftsbelebungs-Initiativen
Um künftig wieder hochzuschalten, verfolgt Canyon jetzt mehrere Initiativen zur Verbesserung der Performance – »darunter eine umfassende Überprüfung seines Produktportfolios und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen«.
Parallel dazu treiben die Koblenzer wichtige strategische Initiativen voran. Dazu gehört die Stärkung seiner Omnichannel-Präsenz. In diesem Zusammenhang verweist der GDL-Geschäftsbericht auf die Mitte März 2025 erfolgte Eröffnung des Canyon Flagship Store in München (der RadMarkt berichtete).

Text: Jo Beckendorff

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