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Auto- und Fahrrad-Multi Pon Holdings behauptete sich gut im Krisenjahr 2025
In einem herausfordernden Geschäftsjahr 2025 konnte Pon.Bike-Mutter Pon Holdings B.V. ihre starke Position nicht nur in dem im Unternehmen historisch groß verankerten Automobil-Sektor bestens behaupten, sondern auch im Fahrrad- und E-Bike-Sektor.

Alles in allem erzielte das multinational agierende Familienunternehmen Pon Holdings im letzten Jahr einen Netto-Gesamtumsatz von 9,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich auf soliden 592 Millionen Euro.
Im Pon-Gesamtumsatz enthalten: ein stabilisierter Pon.Bike-Nettoumsatz 2025 von rund 2 Milliarden Euro »mit positivem operativem Ergebnis« (genauere Zahlen werden leider nicht genannt). Es ist aber nicht nur das vielfältige Komplettrad-Geschäft (Marken Caloi, Cannondale, Cervélo, Charge, Focus, Gazelle, GT, Kalkhoff, Mongoose, Santa Cruz, Schwinn, Urban Arrow, Veloretti etc.pp«) mit seinem hochmodernen Produktions-Netzwerk, mit dem der niederländische Multi punktet. Neben Fahrrad-Teilen und -Zubehör lenkt Pon.Bike auch erfolgreiche Marken für Fahrradmobilitäts-Dienste wie Lease-a-Bike und BusinessBike. Diese lieferten im letzten Jahr – »unterstützt durch steuerliche Anreize in Deutschland und den Niederlanden« – ebenfalls stabile Ergebnisse. Auch hier werden leider keine genauen Zahlen genannt. Zudem konnte das eigene »Bicycle-as-a-Service«-Geschäft unter dem Namen Swapfiets mit seinem Abo-Mietmodell laut eigenen Angaben »über 270.000 Nutzer in 45 Städten in acht Ländern erreichen.
Weiterhin herausforderne Zeiten
»Unser Gesamtnetto-Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis, hauptsächlich durch das Wachstum in unseren Automobil-Geschäften. Dies gleicht teilweise den Umsatzverlust durch die Veräußerung von Pon Equipment & Pon Power aus, die Anfang Juni 2025 abgeschlossen wurde. Unser operatives Ergebnis blieb auf einem soliden Niveau,« erklärt der langjährige Pon Holdings-CEO Janus Smalbraak, der den Staffelstab wie bereits berichtet zum 1. April an seinen Nachfolger Dr. Christian Dalheim übergeben hat.
Und weiter: »Unser Fahrradgeschäft sieht sich weiterhin anspruchsvollen Marktbedingungen gegenüber, die jedoch je nach Region unterschiedlich sind. Der niederländische Markt erholt sich, während Deutschland ebenso wie die USA unter Druck bleibt, was teilweise auf Zölle zurückzuführen ist. Die Leistung unserer Fahrradleasing-Marken war stabil. Vor diesem Hintergrund haben die verschiedenen Fahrradmarken erfolgreich über 20 neue Modelle eingeführt. Pon.Bike setzt auf ein klar differenziertes Markenportfolio und hat eine neue Portfolio-Strategie eingeführt, die es unseren Handelspartnern, noch stärker von der Stärke des Portfolios zu profitieren.«
Neue Portfolio-Strategie
Während sich der Fahrrad-Markt im letzten Jahr gleich mehreren Herausforderungen stellen musste, hat Pon.Bike dies zum Anlass genommen, den unabhängigen Fahrradhändlern eine neue Portfolio-Strategie vorzustellen. Sie soll es ihnen ermöglichen, das Marken-Portfolio effektiver zu nutzen.
Der dahinterstehende Ansatz geht über Vertrieb und Marketing hinaus. Er umfasst die weitere Optimierung von Beschaffung und Fertigung im gesamten Pon.Bike-Netzwerk – »wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Effizienz und der Senkung der Kosten liegt«. Produktinnovation bleibt eine zentrale Priorität. Was auch dazu geführt hat, dass im letzten Jahr 55 Prozent aller von Pon.Bike an unabhängige Händler ausgelieferten Fahrräder E-Bikes waren.
Ausblick
Mit der Präsentation der 2025er- Zahlen meldete sich Janus Smalbraak letztmals zu Wort: »Ich habe Pon als ein Unternehmen kennengelernt, das sich durch starke familiäre Werte auszeichnet, von engagierten Fachkräften getragen wird und weltweit tätig ist, mit fest etablierten Positionen in den Märkten für Automobil, Fahrrad und Mobilitäts-Dienstleistungen. Diese Grundlage wird uns auch im Jahr 2026 leiten, einem Jahr, in dem wir weiterhin mit wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sein werden. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Marktbedingungen im Automobil- und Fahrradbereich im Laufe des Jahres verbessern werden; daher sind unsere laufenden Programme zur Effizienzsteigerung und zur Nutzung der Stärke unseres Markenportfolios sowie unserer globalen Präsenz von größter Bedeutung. Dies stärkt unsere Fähigkeit, in Innovation, Marktpositionen, Partnerschaften und zukünftiges Wachstum zu investierenIn den vergangenen Monaten habe ich die Leitung des Unternehmens nach und nach an meinen Nachfolger, Christian Dahlheim, übergeben. Ich bin zuversichtlich, dass er der beeindruckenden Erfolgsgeschichte des Unternehmens ein weiteres erfolgreiches Kapitel hinzufügen wird, und wünsche ihm viel Erfolg in seiner neuen Rolle. Ich möchte meinem Team, allen Kollegen und der Pon-Familie für meine außergewöhnliche Zeit bei Pon danken.«

Text: Jo Beckendorff

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