Geographisch teilt sich der Gesamtumsatz 07-09/2025 wie folgt auf:
DACH-Region: 57,26 Millionen Euro (plus 35,6 Prozent)
Lokalisierte Märkte: 18,40 Millionen Euro (plus 31,7 Prozent)
Rest von Europa: 6,08 Millionen Euro (plus 17,7 Prozent)
Rest der Welt: 1,07 Millionen Euro (minus 28,9 Prozent)
Anmerkung des RadMarkts: »lokalisierte Märkte« sind jene Ländermärkte (derzeit zehn), in denen Bike24 mit einem landessprachlichen Webshop vor Ort ist. Die Umsetzung der Lokalisierungsstrategie trägt inzwischen maßgeblich zum Wachstum bei.
Kernmarkt ist allerdings weiterhin die Dach-Region. Wie oben zu sehen ist, wurde dort in den ersten drei Quartalen 2025 das größte Umsatzwachstum eingefahren.
»Das dritte Quartal bestätigt eindrucksvoll unseren erfolgreichen Wachstumskurs. Mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent entwickeln wir uns deutlich besser als der Markt. Besonders stolz sind wir auf die Erfolge unserer Lokalisierungsstrategie – Polen und Finnland zeigen mit einem Wachstum von knapp 63 Prozent das enorme Potenzial unseres Geschäftsmodells,« kommentiert Bike24-Mitbegründer und CEO Andrés Martin-Birner die vorgelegten Zahlen.
Mit diesen Umsatzsprüngen im Rücken konnte auch das bereinigte EBITDA gegenüber dem vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum um dreistellige 111 Prozent auf 5,34 Millionen Euro hochschießen. Damit stieg auch die EBITDA-Marge von vormaligen 4,0 Prozent auf nunmehr 6,4 Prozent.
Dazu Bike24-CFO Sylvio Eichhorst: »Die Zahlen sprechen für sich: Eine bereinigte EBITDA-Marge von 6,4 Prozent im dritten Quartal mit einem um 50 Prozent gestiegenen freien Cashflow unterstreichen unsere operative Stärke. Wir haben bewiesen, dass unsere Effizienzmaßnahmen greifen und wir gleichzeitig stark wachsen können.«
Zweistelliges Wachstum auch in 01-09/2025
Die guten Ergebnisse des dritten Verkaufsquartals führen auch zu einem guten Abschluss der ersten drei Verkaufsquartale. Hier teilt sich der Gesamtumsatz von 220,89 Millionen Euro (plus 25,5 Prozent) geographisch wie folgt auf:
DACH-Region: 152,85 Millionen Euro (plus 29,0 Prozent)
Lokalisierte Märkte: 48,42 Millionen Euro (plus 26,2 Prozent)
Rest von Europa: 16,18 Millionen Euro (plus 13,6 Prozent)
Rest der Welt: 3,44 Millionen Euro (minus 28,6 Prozent)
Was auffällt: während Bike24 dank seiner Lokalisierungsstrategie in Europa gut zulegt, läuft es für die Dresdener im Rest der Welt (noch) nicht rund – was allerdings auch daran liegt, dass der Online-Händler außerhalb Europas noch nicht aktiv ins Geschehen eingestiegen ist. Da gibt es in Europa sicherlich noch einige weitere Märkte, die zuvor den Fokus des Anbieters rücken werden – da gibt es noch genug zu tun.
Das bereinigte EBITDA konnten in den ersten neun Monaten ebenfalls wachsen – und zwar im Vergleich zu 01-09/2024 um satte 194,0 Prozent auf 10,98 Millionen Euro. So konnte auch die EBITDA-Marge von vormals 2,1 Prozent auf nunmehr 5,0 Prozent mehr als verdoppelt werden.
O-Ton aus Dresden: »Diese positive Entwicklung ist auf das starke Umsatzwachstum und die unterproportionale Entwicklung der Fixkosten zurückzuführen«.
Neben der optimierten Personalstruktur führten im dritten Quartal sowohl eine fortwährende Kostendisziplin als auch verbesserte operative Prozesse zu unterproportionalen Kostensteigerungen. Gleichzeitig konnte Bike24 die Warenverfügbarkeit mittels optimierter Bestellstrategien weiter erhöhen. Dennoch verbesserte sich das Waren-Umsatz-Verhältnis in 07-09/2025 auf 26 Prozent (07-09/2024: 30 Prozent).
Ausblick
Vor dem Hintergrund der sehr positiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal hatte Bike24 schon am 21. Oktober seine Prognose für das Gesamtjahr 2025 angehoben. Jetzt gehen die Dresdener von einem Jahres-Gesamtumsatz in der Bandbreite 278 Millionen bis 288 Millionen Euro (bisher 48 Millionen bis 261 Millionen Euro) sowie einem bereinigten EBITDA von 12,5 Millionen bis 13,5 Millionen Euro (bisher 7,0 Millionen bis 12,1 Millionen Euro) aus.
Text: Jo Beckendorff


