Laut erster vorläufiger Zahlen stieg der erste Quartalsumsatz im Vergleich zu 01-03/2025 um 21,9 Prozent auf 70,74 Millionen Euro. Geographisch teilt sich dieser Konzernumsatz wie folgt auf:
– DACH-Region: 47,04 Millionen Euro (plus 20,7 Prozent)
– Lokalisierte Märkte: 17,47 Millionen Euro (plus 30,0 Prozent)
– Rest Europa (EEA): 5,39 Millionen Euro (plus 22,0 Prozent
– Rest der Welt (RoW): 0,84 Millionen Euro (- 31,6 Prozent)
RadMarkt-Anmerkung: Lokalisierte Märkte sind die, in denen Bike24 mit einem landessprachlichen Webshop vor Ort ist.
Laut den Dresdenern ersteckte sich das Umsatzwachstum über alle wesentlichen Märkte, Sortimente und Kundengruppen. »Die Dynamik des ersten Quartals bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wachsen profitabel in allen europäischen Regionen und überproportional in unseren lokalisierten Märkten und im Bereich der Fullbikes. Die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur gezielten Sortimentssteuerung und einem attraktiven Einkaufserlebnis zeigen einen nachhaltigen Effekt im Umsatz und im Ergebnis«, freut sich Bike24-Mitbegründer und -CEO Andrés Martin-Birner.
Selbst Komplettrad-Verkäufe ziehen wieder an
Besonders erfreulich: das bisher weltweit durch Warenüberhänge stotternde Komplettrad-Geschäft zieht wieder an. So entfallen von dem oben genannten Gesamtumsatz 17,5 Prozent auf Komplettrad-Verkäufe (= 12,4 Millionen Euro, plus 27,2 Prozent). Die mehrheitlichen 82,5 Prozent des Gesamtumsatzes (= 58,4 Millionen Euro) entfallen auf den bei Bike24 starken Sektor Parts, Accessories & Clothing (PAC). Der wuchs im ersten Quartal im Vergleich zu 01-03/2025 ebenfalls um zweistellige 20,8 Prozent.
Für Finanzchef (CFO) Sylvio Eichhorst ist es besonders erfreulich, »dass wir bereits im ersten Quartal – traditionell die saisonal schwächste Periode – ein positives bereinigtes EBITDA von 1,78 Millionen Euro erzielen konnten. Wir haben unsere Kostenbasis diszipliniert gehalten, während wir gleichzeitig gezielt in Wachstum und Warenverfügbarkeit investiert haben – das ist eine sehr gute Ausgangslage für das Gesamtjahr«. Zum Vergleich: im ersten Quartal des Vorjahres lag das bereinigte EBITDA gerade einmal bei 0,57 Millionen Euro.
Maßgeblich für diese Ergebnisverbesserung verantwortlich: laut Bike24 die leicht gegenüber dem Vorjahr verbesserte Bruttomarge von 25,5 Prozent (01-03/2025: 25,2 Prozent) und die im Zusammenhang mit dem Umsatzwachstum zu verzeichnenden positiven operativen Hebelwirkungen in den Personal- und sonstigen Betriebskosten.
Mit erhöhtem Warenbestand in die Hauptsaison
Mit guten Abverkäufen im Rücken, waren die Dresdener nun auch endlich wieder in der Lage, ihren Warenbestand auf 80,8 Millionen Euro zu erhöhen. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 21,9 Prozent. O-Ton aus Dresden: »Der gezielte Bestandsaufbau dient der Sicherstellung einer hohen Warenverfügbarkeit zur Hauptsaison und unterstreicht die Strategie, Fahrrad-Enthusiasten weiterhin ein breites Produktspektrum anzubieten.«
Ausblick
Auf der einen Seite eine sehr gute Geschäftsentwicklung im Rücken, auf der anderen Seite aber weiter anhaltende gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten – was tun?
Bike24 hält an seiner bisherigen Prognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Die geht – »basierend auf stabilen Konsum-, Lieferketten- und Versandbedingungen« – von einem Gesamtumsatz zwischen 318 Millionen und 332 Millionen Euro sowie einem bereinigten EBITDA in einer Spanne von 16 Millionen bis 20 Millionen Euro aus.
Text: Jo Beckendorff


