Somit ist es den Dresdenern auch gelungen, im ersten Halbjahr 2026 »deutlich schneller als der Fahrradmarkt zu wachsen und die eigene Marktposition weiter auszubauen«. Besonders erfreulich: das Wachstum erstreckte sich über alle wesentlichen vom Anbieter angesteuerten europäischen Märkte und Produktgruppen.
Zweites Quartal knüpfte nahtlos an das gute erste an
Alleine im zweiten Verkaufsquartal wuchs der Bike24-Umsatz im Vergleich zu 04-06/2025 um 21,1 Prozent auf 96,16 Millionen Euro.
Dieser verteilt sich nach den vom Anbieter ausgewiesenen Verkaufsregionen wie folgt auf (Zahlen gerundet):
Deutschland: 53,22 Millionen Euro (plus 17,6 Prozent)
Österreich und Schweiz: 13,14 Millionen Euro (plus 15,5 Prozent)
Rest Europas (EEA): 28,90 Millionen Euro (plus 29, 7 Prozent)
Rest der Welt (RoW): 0,85 Millionen Euro (minus 25,2 Prozent)
Bike 24 teilt diesen zweiten Quartalsumsatz aber auch noch in zwei Produktgruppen auf. Während die das Unternehmen mit Parts, Accessories & Clothing (PAC) ein Umsatzplus von 22,3 Prozent auf 78,9 Millionen Euro einfuhr, lag der Zuwachs bei den Kompletträdern bei 11,0 Prozent auf alles in allem 17,2 Millionen Euro.
Das EBIT des zweiten Verkaufsquartals konnte um 70,5 Prozent auf 1,57 Millionen Euro angehoben werden. Das bereinigte EBITDA lag mit seinen 96,1 Millionen Euro im Vergleich ebenfalls mit zweistelligen 20,1 Prozent im Plus. Der Quartalsüberschuss (alias Gewinn) lag mit 641.000 Euro sogar dreistellige 157,4 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes.
Das erste Halbjahr
Nachdem nicht nur Bike24, sondern die gesamte Branche in den Post-Corona-Jahren deutliche Absatzrückgänge zu verdauen hatte, spricht Bike24 mit Blick auf seine guten Halbjahres-Zahlen jetzt von einer generell einsetzenden Marktstabilisierung. Mit den oben genannten guten zweiten Quartalszahlen im Rücken konnte Bike 24 seinen diesjährigen Halbjahres-Umsatz um 20,8 Prozent auf 167,09 Millionen Euro hochschalten. Dieser verteilt sich auf die ausgewiesenen Verkaufsregionen wie folgt auf (Zahlen gerundet):
Deutschland: 91,76 Millionen Euro (plus 19,8 Prozent)
Österreich und Schweiz: 21,64 Millionen Euro (plus 14,1 Prozent)
Rest Europas (EEA): 51,75 Millionen Euro (plus 29,0 Prozent)
Rest der Welt (RoW): 1,69 Millionen Euro (minus 28,6 Prozent)
Was die Region EEA betrifft, unterteilt Bike24 die noch einmal in »lokalisierte Länder« und »restliche EU-Länder« auf. Lokalisierte Länder sind die, in denen der Anbieter mit einem eigenen Shop in Landesprache im Markt ist. Dort konnte der Halbjahres-Umsatz um 29,9 Prozent auf 39,0 Millionen Euro gesteigert werden. In den restlichen EU-Ländern war es ein Umsatz von 12,8 Millionen Euro (plus 26,4 Prozent).
Dazu heißt es im Bike24-Geschäftsbericht: »Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft in den lokalisierten Märkten, deren Wachstum die zunehmende Wirkung der europäischen Plattformstrategie unterstreicht. Die hohe Warenverfügbarkeit erwies sich dabei als wichtiger Wettbewerbsfaktor. Gezielte Bestandsinvestitionen unterstützten Wachstum und Kundenzufriedenheit und schaffen gemeinsam mit den Investitionen in die operative Infrastruktur die Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung.«
Das EBIT des ersten Halbjahres 2026 lag bei negativen 968.000 Euro. Zum Vergleich: in 01-06/2025 war es noch ein höheres negatives EBIT von 3,25 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA in Höhe von 7,66 Millionen Euro konnte jedenfalls im Vergleich um 35,7 Prozent wachsen.
Das letztendliche Halbjahres-Gesamtergebnis weist allerdings immer noch einen Verlust in Höhe von 1,58 Millionen Euro aus. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ist aber ein um 2,38 Millionen Euro verbessertes Ergebnis. Damals lag der Verlust bei 3,97 Millionen Euro.
Ausblick
Auch wenn der Krieg im Nahen Osten den konjunkturellen Ausblick einnebelt und laut Bike 24 »die Anschaffungs- und Spar-Neigung auf hohem Niveau« blieb, erwartet die deutsche E-Commerce-Fahrradgröße für das laufende zweite Halbjahr 2026 – »unterstützt durch den weiteren Abbau von Lagerbeständen sowie zusätzliche Wertschöpfungs-Potenziale in den Bereichen Leasing, Service und Werkstattgeschäft« – eine fortschreitende Marktstabilisierung.
Text: Jo Beckendorff


