Das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans geförderte Projekt zeigt Wege auf, wie Radlogistik als wichtiger Bestandteil der urbanen Logistik etabliert werden kann.
Zentrales Ergebnis ist die im April 2024 gestartete Online-Plattform »Atlas der Radlogistik«. Die Wissensplattform bietet grundlegende Informationen sowie eine bundesweite Wissenslandkarte mit aktuellen Radlogistik-Aktivitäten und -Akteuren. Mehr als 420 eingereichte Einträge zeigen unter anderem eine Übersicht über Hersteller gewerblicher Lastenräder, Biketrailer, Radlogistik- sowie Kurierunternehmen, das Netz vorhandener Mikrodepots und innovative Pilotprojekte. Zudem informiert der Atlas über aktuelle Förderprogramme und Kaufprämien.
»Der digitale ‚Atlas der Radlogistik‘ wurde vollständig neu entwickelt und generiert seit Tag 1 eine hohe Aufmerksamkeit. Diese frühe und schnell wachsende Resonanz hat uns gefreut und hat dazu beigetragen, das Thema Radlogistik zu etablieren und sichtbar zu machen«, bilanziert Michael Kadow, Geschäftsführer der HOLM GmbH.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis sind vier White Paper mit Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen zur Skalierung der bundesweiten Radlogistik. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen und Strategien für Branchenakteure und Kommunen sowie 23 ausgewählte Good-Practice-Beispiele stehen Praktikern und Vertretern aus Politik und Verwaltung auf dem »Atlas der Radlogistik« kostenlos zur Verfügung.
»Ich bin begeistert von den Projektergebnissen. Mit dem Atlas der Radlogistik wird eindeutig ersichtlich, dass die Branche bundesweit, in Kleinstädten wie Metropolen, vertreten ist und lokal Wirtschaft stärkt«, erklärt Dr. Tom Assmann, Vorstandsvorsitzender des Radlogistikverbands Deutschland.
Das Projekt wurde mit 270.000 Euro vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Projektträger ist das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Zwar endete die Projektlaufzeit am 30. April, doch soll die Online-Plattform weitergeführt und kontinuierlich aktualisiert werden, um als zentrale Anlaufstelle für alle Stakeholder der Branche zu dienen.

