Im April 2025 hatten die Briten bereits den spanischen Fahrrad-Verleiher Inurba Mobilty SL geschluckt. Welchen Betrag VE1sowohl für diese als auch die aktuelle Publibike-Übernahme hingelegt hat, wird nicht kommuniziert.
»Die Investition in PubliBike markiert den Einstieg von VE1 in den Schweizer Fahrradverleih-Markt und erweitert die Präsenz, die sich über Inurba Mobility bereits auf Spanien, Frankreich, Finnland, Polen und Ungarn erstreckt«, heißt es dazu aus der Londoner Unternehmenszentrale.
Publibike wurde 2011 von der PostAuto (Teil der Schweizerischen Post) in Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) aus der Taufe gehoben. Heute gelten die Bieler in ihrer Heimat als führender Fahrrad- und E-Bike-Verleiher. Sie beschäftigen rund 50 Mitarbeiter und sind mit mehr als 10.000 Miet-Fahrräder und -E-Bikes in zehn heimischen Kantonen vertreten: »Das Unternehmen betreibt die Netzwerke PubliBike und Velospot, verfügt über Konzessionen mit Städten, Agglomerationen und Kantonen in den deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Regionen und arbeitet mit einer breiten Basis an Technologie- und Handelspartnern zusammen, um seine Flotten zu betreiben und kontinuierlich zu modernisieren.«
Im August 2022 fusionierte die PubliBike AG mit Intermobility SA (dem Unternehmen hinter dem Schweizer Fahrrad-Verleiher Velospot). Kurz zuvor wurde Publibike via Management-Buy-Out (MBO) unter der Leitung von CEO Markus Bacher unabhängig. Für die Übernahme hatte Bacher den IT-Unternehmer Guido Honegger und den Branchenkenner Thomas Binggeli (u.a. Gründer der E-Bike-Marken Stromer, Thömus und Twinner) als Investoren an Bord geholt. Während Bacher jetzt weiterhin als Publibike-CEO und -Minderheits-Gesellschafter an Bord bliebt, hat oben genanntes Investorenduo seine Anteile an den britischen Investor VE1 komplett verkauft. Die Transaktion wurde bereits am 24. Juli abgeschlossen.
Text: Jo Beckendorff/VE1/Publibike


