Brose verkauft E-Bike-Antriebs-Geschäft an Yamaha
Überraschend hat der fränkische Automobilzulieferer Brose SE heute vermeldet, sein E-Bike-Antriebs- und -System-Geschäft an die Yamaha Motor Co., Ltd. zu verkaufen. Wie Brose mitteilt, müssen die Kartellbehörden der Übernahme der Motor eBike Systems GmbH in Berlin durch Yamaha noch zustimmen. Brose steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen und plant verschiedenen Meldungen zufolge Kündigungen. Der Verkauf der E-Bike-Sparte dient Brose zufolge der Neuausrichtung und Fokussierung auf das automobile Kerngeschäft.
Broses E-Bike-Antriebs-Geschäft geht an Yamaha (v. l.): Daniel Wolde-Giorgis (Leiter Brose E-Bike), Kenichi Muraki (Executive General Manager, Yamaha Smart Power Vehicle Business Unit), Raymond Mutz (Geschäftsführer Antriebe Brose SE) und Hiroshi Takeyama (General Manager, Yamaha e-Kit Business Division).Foto: Brose

Die 110 Mitarbeiter, die in Berlin tätig sind, wird Yamaha nach Aussagen von Brose übernehmen. Yamaha werde die Entwicklungsressourcen von Brose im E-Bike-Bereich nutzen, um die Planung und Konstruktion neuer Produkte weiter zu optimieren. Gleichzeitig plane das japanische Unternehmen den Aufbau einer eigenen Entwicklungsbasis in Europa, um Marktanforderungen schneller zu erkennen, flexibel auf lokale Kundenwünsche einzugehen und neue Kunden zu gewinnen. Darüber hinaus wollen die Japaner die Beschaffung auf dem europäischen Schlüsselmarkt stärken und die betriebliche Effizienz verbessern.

»Wir sind überzeugt, dass Yamaha die besten Voraussetzungen bietet, um das Geschäft erfolgreich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig möchten wir unseren Mitarbeitern für ihr Engagement danken«, sagt Raymond Mutz, Geschäftsführer Antriebe der Brose Gruppe.

Brose ist bekannt für leichte, langlebige Magnesiumantriebe und ein ressourcenschonendes Re-Manufacturing-Programm.

 

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