Ziel des Projekts ist es, Bürgeramtsleistungen direkt in den öffentlichen Raum zu bringen – ohne feste Terminbarrieren und ohne Nutzung emissionsintensiver Fahrzeuge. Das Kiezbürgeramt ist als mobiles Serviceformat konzipiert und wird an wechselnden Standorten im Bezirk eingesetzt, etwa auf öffentlichen Plätzen, in sozialen Einrichtungen oder bei Veranstaltungen.
Technische Ausstattung für vollständiges Leistungsangebot
Vor Ort arbeitet das Team mit zwei mobilen Systemkoffern der Bundesdruckerei. Diese enthalten unter anderem Laptop, Scanner, Drucker, Fingerabdruckscanner sowie ein Smartphone für biometrische Passfotos. Nach Angaben der Projektverantwortlichen können sämtliche Bürgeramtsleistungen erbracht werden – von Ausweis- und Passangelegenheiten bis zu Meldevorgängen. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos per Girocard oder Kreditkarte.
Regine Sommer-Wetter, Bezirksstadträtin für Arbeit, Bürgerdienste und Soziales, erklärt: „Das Kiezbürgeramt bringt Verwaltung dahin, wo der Alltag stattfindet. Mit dem KiezBike #Xhain machen wir diesen Service noch beweglicher – unkompliziert, bürgernah und passend zur Stadt. So sparen wir den Bürger*innen Wege, erleichtern Verfahren und bewegen uns klimafreundlich durch den Bezirk.“
Lastenrad als Systemlösung für den Verwaltungseinsatz
Nach Angaben von Isicargo stand nicht allein die Bereitstellung eines Fahrzeugs im Fokus, sondern die Entwicklung einer funktionalen Gesamtlösung für den Verwaltungsalltag. Geschäftsführer Andreas Brüning betont: „Entscheidend war die Frage, wie mobile Verwaltung im Stadtgebiet zuverlässig und sicher funktioniert. Neben Ladevolumen und Reichweite spielen Aspekte wie sichere Unterbringung sensibler Technik, Wetterschutz, Ergonomie und Alltagstauglichkeit eine zentrale Rolle.“ Das eingesetzte Modell von Antric wird in der Mitteilung als robust, nutzlaststark und wendig beschrieben und sei für professionelle Anwendungen im urbanen Raum ausgelegt.
Wachsender Einsatz im öffentlichen Sektor
Der Einsatz von E-Lastenrädern im öffentlichen Bereich nimmt zu. Laut Mitteilung integrieren immer mehr Institutionen entsprechende Fahrzeuge in ihre Mobilitätsstrategien, insbesondere in dicht besiedelten Städten. Neben Emissionsfreiheit werden wirtschaftliche und organisatorische Vorteile genannt.

