• Home
  • Nachrichten
  • Bürokratie in Bewegung - Friedrichshain-Kreuzberg setzt mobiles Bürgeramt auf E-Lastenrad um

Bürokratie in Bewegung – Friedrichshain-Kreuzberg setzt mobiles Bürgeramt auf E-Lastenrad um
Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg startet das „KiezBike #Xhain“ als neues Trägerfahrzeug für das mobile Kiezbürgeramt. Zum Einsatz kommt ein elektrisch unterstütztes Lastenrad des Herstellers Antric, umgesetzt in Zusammenarbeit mit dem Berliner Lastenradspezialisten Isicargo.
Mit dem mobilen und voll-funktionsfähigem Bürgeramt im E-Lastenrad will der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg mit seinen Dienstleistungen dorthin, wo seine Bürger unterwegs sind. Foto: Isicargo /Kiezbürgeramt

Ziel des Projekts ist es, Bürgeramtsleistungen direkt in den öffentlichen Raum zu bringen – ohne feste Terminbarrieren und ohne Nutzung emissionsintensiver Fahrzeuge. Das Kiezbürgeramt ist als mobiles Serviceformat konzipiert und wird an wechselnden Standorten im Bezirk eingesetzt, etwa auf öffentlichen Plätzen, in sozialen Einrichtungen oder bei Veranstaltungen.

Technische Ausstattung für vollständiges Leistungsangebot

Vor Ort arbeitet das Team mit zwei mobilen Systemkoffern der Bundesdruckerei. Diese enthalten unter anderem Laptop, Scanner, Drucker, Fingerabdruckscanner sowie ein Smartphone für biometrische Passfotos. Nach Angaben der Projektverantwortlichen können sämtliche Bürgeramtsleistungen erbracht werden – von Ausweis- und Passangelegenheiten bis zu Meldevorgängen. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos per Girocard oder Kreditkarte.

Regine Sommer-Wetter, Bezirksstadträtin für Arbeit, Bürgerdienste und Soziales, erklärt: „Das Kiezbürgeramt bringt Verwaltung dahin, wo der Alltag stattfindet. Mit dem KiezBike #Xhain machen wir diesen Service noch beweglicher – unkompliziert, bürgernah und passend zur Stadt. So sparen wir den Bürger*innen Wege, erleichtern Verfahren und bewegen uns klimafreundlich durch den Bezirk.“

Lastenrad als Systemlösung für den Verwaltungseinsatz

Nach Angaben von Isicargo stand nicht allein die Bereitstellung eines Fahrzeugs im Fokus, sondern die Entwicklung einer funktionalen Gesamtlösung für den Verwaltungsalltag. Geschäftsführer Andreas Brüning betont: „Entscheidend war die Frage, wie mobile Verwaltung im Stadtgebiet zuverlässig und sicher funktioniert. Neben Ladevolumen und Reichweite spielen Aspekte wie sichere Unterbringung sensibler Technik, Wetterschutz, Ergonomie und Alltagstauglichkeit eine zentrale Rolle.“ Das eingesetzte Modell von Antric wird in der Mitteilung als robust, nutzlaststark und wendig beschrieben und sei für professionelle Anwendungen im urbanen Raum ausgelegt.

Wachsender Einsatz im öffentlichen Sektor

Der Einsatz von E-Lastenrädern im öffentlichen Bereich nimmt zu. Laut Mitteilung integrieren immer mehr Institutionen entsprechende Fahrzeuge in ihre Mobilitätsstrategien, insbesondere in dicht besiedelten Städten. Neben Emissionsfreiheit werden wirtschaftliche und organisatorische Vorteile genannt.

 

 

Schlagworte
Weitere Themen
Wir woanders
Trekking & Radkultur
Das Magazin für E-Bikes
Taktik & Training
Das Branchenmagazin
Club für leidenschaftliche Fahrradfahrer
Community aus sportlichen Radfahrern