Während Direktanbieter Canyon Bicycles im Zuge einer radikalen Restrukturierung zu Jahresbeginn einen Stellenabbau von 20 Prozent bekannt gab, der rund 320 Mitarbeiter den Job kostet (mehrheitlich in der Unternehmenszentrale in Koblenz sowie einige am Standort Amsterdam), bauen die Koblenzer aufgrund der guten Entwicklung seiner Hauptmärkte in Ostasien und im Pazifikraum – namentlich China, Japan, Südkorea, Singapur, Australien und Neuseeland – ihre dortige Mitarbeiterzahl strategisch weiter aus. In dem Ausbau von Servicestellen sowie durch die Lieferung von Fahrrädern von Standorten außerhalb des deutschen Hauptmontage-Werks sieht der Anbieter gute zukünftige Wachstums- und Effizienzmöglichkeiten. Alleine in den letzten 12 Monaten wurde die Mitarbeiterzahl in den oben genannten regionalen APAC-Gebieten um 30 Prozent erhöht – darunter vier Mitarbeiter, die für die im letzten Jahr eröffnete Canyon-Niederlassung in Shanghai/China angeheuert wurden. Somit beschäftigt Canyon in der APAC-Region mittlerweile alles in allem 30 Mitarbeiter.
APAC-Project umfasst Logistik-, Digital- und Handelsaktivitäten
In den Planspielen des Anbieters auch dabei: ein neues Warenlager in Hongkong, das näher an seinem Kundenstamm im asiatisch-pazifischen Raum (APAC) liegt und dazu beitragen soll, die Preise in der Region um durchschnittlich 6 Prozent zu senken und die CO₂-Emissionen durch weniger Transport von Fahrrädern und Rahmen zu reduzieren.
Für die Montage, Verpackung, den Versand und die Lagerung seiner Fahrräder wird das hochmoderne Montagewerk des Anbieters am Stammhaus in Koblenz weiterhin den Standard setzen.
Um aber näher an der Kundschaft der APAC-Region zu agieren, wurde im Januar 2026 ein Projekt gestartet, das mehrere Bausteine miteinander vereint. Dabei geht es um die Grundlagen-Schaffung globaler Logistik-, Digital- und Handelsaktivitäten für eine skalierbare APAC-Struktur. Somit wollen die Koblenzer sowohl effizientere Abläufe ermöglichen als auch schnellere Lieferungen und eine Struktur schaffen, die sich stärker an den regionalen Kundenpräferenzen orientiert.
Mehr zu dem APAC-Projekt des Anbieters, das neben dem neuen Lager in Hongkong auch eine Finanzabteilung in Singapur beinhaltet, in der kommenden RadMarkt-Ausgabe 4/2026.
Text: Jo Beckendorff



