Der Stellenabbau betrifft mehrheitlich die Unternehmenszentrale in Koblenz sowie einige Jobs am Standort Amsterdam.
Die Entscheidung gab nicht die einen Canyon-Mehrheitsanteil von 51,3 Prozent haltende belgische Beteiligungsgesellschaft Groupe Bruxelles Lambert SA (GBL) bekannt, sondern Canyon-Gründer Roman Arnold. Nachdem er im September letzten Jahres (und nach Trennung vom CEO Nicolas de Ros Wallace) als Executive Chairman wieder eine operative Rolle im Unternehmen eingenommen hat, erklärte Arnold erst letztens in einem Interview in der »Financial Times«, dass bis 2028 ein jährlicher Canyon-Umsatz von etwa 1 Milliarde Euro möglich wäre. Nur müssten dafür einige Zukunftsweichen gestellt werden: »Hier und da haben sich interne Silos gebildet, und wir sind ein wenig bürokratisch geworden.«
Über den nun verkündeten und alle Abteilungen betreffenden Stellenabbau wurde der Betriebsrat in Kenntnis gesetzt. »Im Radsport gewinnt man ein Rennen nicht durch schiere Größe, sondern durch Schnelligkeit, Präzision und Agilität. Wir bilden jetzt das Fundament, um unsere operative Schlagkraft zurückzugewinnen und unsere Position an der Weltspitze zu verteidigen«, erklärt Arnold. Und weiter: »Canyon ist eine gewachsene Gemeinschaft, verbunden durch die Leidenschaft für den Radsport. Es ist daher besonders schmerzhaft, dass wir uns von geschätzten Kolleginnen und Kollegen trennen müssen. Umso wichtiger ist es mir, diesen Weg so verantwortungsvoll wie möglich zu gestalten.«
Text: Jo Beckendorff


