Oben genannter Gesamtumsatz teilt sich in die zwei von Codi ausgewiesenen Geschäftsbereiche »Branded Consumer« (270,81 Millionen USD = 234,79 Millionen Euro, minus 3,1 Prozent) und »Industrial« (153,23 Millionen USD = 132,85 Millionen Euro, minus 23,1 Prozent) auf.
Im Bereich »Brand Consumer« enthalten: Umsätze von zwei auch dem Fahrradsektor zugewandten Marken. Beide haben Codi im zweiten Verkaufsquartal viel Freude bereitet: während Drehverschluss-Pionier Boa Technology seinen Quartalsumsatz um 22,1 Prozent auf 59,07 Millionen USD (51,21 Millionen Euro) hochschrauben konnte, war es beim Funktionstextil-Produzenten Primaloft ein Plus von 19,7 Prozent auf 29,75 Millionen USD (25,79 Millionen Euro).
Das bereinigte EBITDA aller Codi-Tochtergesellschaften belief sich auf 91,50 Millionen USD (79,32 Millionen Euro, plus 12,6 Prozent) – aufgeteilt in »Branded Consumer« in Höhe von 69,3 Millionen USD (60,07 Millionen Euro, plus 24,2 Prozent) und »Industrial« in Höhe von 22,3 Millionen USD (19,33 Millionen Euro, minus 12,8 Prozent). Zudem konnte der im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum eingefahrene Nettoverlust in Höhe von 51,22 Millionen USD (44,40 Millionen Euro) in einen Nettogewinn 04-06/2026 in Höhe von 81,09 Millionen USD (70,30 Millionen Euro) gedreht werden. Allerdings enthält dieses Ergebnis laut Codi »einen Gewinn in Höhe von 182,3 Millionen USD (158.05 Millionen Euro) aus dem Verkauf des Food-Service-Geschäfts von Sterno sowie eine Minderung des beizulegenden Zeitwerts der Forderung von Codi gegenüber Lugano um 58,0 Millionen USD (50,28 Millionen Euro)«.
»Im zweiten Quartal erzielten unsere Tochtergesellschaften eine starke operative Leistung und einen soliden Cashflow« freit sich Codi-CEO Elias Sabo, »wir haben konkrete Maßnahmen zur Stärkung unserer Bilanz ergriffen, darunter den Verkauf des Food-Service-Geschäfts von Sterno zu einer attraktiven Bewertung und die Verwendung von mehr als 280 Millionen USD (242,76 Millionen Euro) des Erlöses zum Schuldenabbau.«
Lugano-Pleite belastet weiterhin
Apropos Schulden: die waren vor allem aufgrund von Unregelmäßigkeiten in den Finanzierungs-, Buchhaltungs- und Bestandspraktiken der Codi-Schmucktochter Lugano entstanden, die letztendlich auch in eine Insolvenz dieses Anbieters mündete (und den Codi-Aktienkurs kräftig purzeln ließ).
Zur Beschleunigung des Insolvenzverfahrens schloss die Beteiligungsgesellschaft Mitte 2026 eine Vergleichsvereinbarung und gegenseitige Freistellung sowie eine damit verbundene Planunterstützungs-Vereinbarung ab.
So ist auch für Codi-COO Zach Sawtelle klar: »Unsere Arbeit ist noch nicht getan. Unsere Aktien werden unserer Ansicht nach mit einem erheblichen Abschlag auf den inneren Wert gehandelt, und wir konzentrieren uns weiterhin darauf, diese Lücke zu schließen. Unsere kurzfristigen Prioritäten sind klar: profitables Wachstum vorantreiben, Veräußerungen dort vornehmen, wo wir attraktive Werte realisieren können, die Verschuldung weiter abbauen und, wenn angebracht, Kapital effizient an die Aktionäre zurückführen. Wir handeln zügig und diszipliniert, um Wert für die Aktionäre zu schaffen.«
Das erste Halbjahr
Mit oben genannten zweiten Quartalergebnis im Rücken erzielte Codi einen 2026er-Halbjahres-Gesamtumsatz in Höhe von 850,90 Millionen USD (737,74 Millionen Euro, minus 8,7 Prozent). Davon entfallen 527,79 Millionen USD auf »Branded Consumer« (457,63 Millionen Euro, minus 5,3 Prozent) und 323,10 Millionen USD auf »Industrial« (280,15 Millionen Euro, minus 13,8 Prozent).
Darin enthalten: ein Halbjahres-Umsatz von Boa Technology in Höhe von 111,18 Millionen USD (96,40 Millionen Euro, plus 14,3 Prozent) und einer von Primaloft in Höhe von 51,67 Millionen USD (44,80 Millionen Euro, plus 6,5 Prozent).
Auch hier konnte der Codi-Nettoverlust des Vorjahreszeitraumes 01-06/2025 in Höhe von 81,21 Millionen USD (70,41 Millionen Euro) in einen Nettogewinn 01-06/2026 in Höhe von 50,33 Millionen (43,64 Millionen Euro) gedreht werden.
Ausblick
Im Vergleich zur vorherigen Prognose geht Codi nun von »höheren Erwartungen für die Sparte `Branded Consumer´ und niedrigeren Erwartungen für `Industrial´« aus.
Text: Jo Beckendorff


