»2025 war ein herausforderndes Jahr, da wir die Lugano-Untersuchung durchlaufen und die damit verbundene Neufassung abgeschlossen haben. Trotzdem haben unsere operativen Unternehmen, mit Ausnahme von Lugano, im Jahr 2025 eine solide Leistung erbracht, was die Stärke unserer diversifizierten Tochtergesellschaften und unsere Fähigkeit widerspiegelt, unter verschiedenen wirtschaftlichen Bedingungen zu agieren«, erklärt Codi-CEO Elias Sabo, »wir konzentrieren uns weiterhin darauf, profitables Wachstum voranzutreiben und gleichzeitig unsere Verschuldung weiter abzubauen.«
Das vierte Geschäftsquartal
Im letzten und vierten Geschäftsquartal hat Codi einen Nettoumsatz von 468,56 Millionen USD (397,0 Millionen Euro, minus 5,1 Prozent) eingefahren. Davon entfallen 274, 90 Millionen USD (232,93 Millionen Euro, minus 0,6 Prozent) auf den Geschäftsbereich »Branded Consumer« und 193,66 Millionen USD (164,09 Millionen Euro, minus 10,9 Prozent) auf »Industrial«.
In »Branded Consumer« enthalten: die auch der Fahrradbranche zugeneigten Anbieter Boa Technology und Primaloft. Beide konnten im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres wachsen: der Drehschluss-Pionier um 2,4 Prozent auf 49,30 Millionen USD (41,77 Millionen Euro) und der Funktionstextil-Anbieter sogar um 15,8 Prozent auf 14,72 Millionen USD (12,47 Millionen Euro).
Ohne Lugano – die angeschlagene Codi-Schmucktochter hatte am 16. November einen Insolvenzschutz gemäß dem US-Insolvenzgesetz Chapter 11 beantragen müssen und wurde an diesem Stichtag von ihrer Mutter mit einem Verlust in Höhe von 111,9 Millionen USD entkonsolidiert – lag der vierte Codi-Quartalsumsatz bei 460,41 Millionen USD (390,14 Millionen Euro, minus 2,2 Prozent). Davon entfielen 266,75 Millionen USD (226,03 Millionen Euro, plus 5,3 Prozent) auf »Branded Consumer« und wie oben genannt 193,66 Millionen USD (164,09 Millionen Euro) auf »Industrial«.
RadMarkt-Anmerkung: dass der Quartalsumsatz von »Branded Consumer« ohne Lugano im Vergleich zu 10-12/2024 höher lag, hängt mit dem höheren Lugano-Verlust im vierten Quartal des Vorjahres in Höhe von 23,36 Millionen USD (19,79 Millionen Euro) zusammen. Zum Vergleich: im vierten Quartal 2025 schlug lediglich ein Lugano-Verlust von 8,15 Millionen USD (6,90 Millionen Euro) zu Buche.
Das Codi-Gesamtjahr 2025
Für das Gesamtjahr 2025 vermeldet Codi einen Netto-Gesamtumsatz mit Lugano in Höhe von 1,87 Milliarden USD (1,58 Milliarden USD, plus 4,8 Prozent) – aufgeteilt in »Branded Consumer« mit 1,11 Milliarden USD (0,94 Milliarden Euro, plus 5,2 Prozent) und »Industrial« mit 759,52 Millionen USD (643,46 Millionen Euro, plus 4,1 Prozent.
In den »Brand Consumer«-Zahlen enthalten: ein Nettoumsatz von Boa Technology von 190,49 Millionen USD (161,38 Millionen Euro, minus 0,2 Prozent) und einer von Primaloft in Höhe von 76,51 Millionen USD (64,81 Millionen Euro, plus 30,9 Prozent).
Ohne der Lugano-Einrechnung erzielte der Codi-Sektor »Consumer Brands« einen Gesamtumsatz von 1,03 Milliarden USD (0,87 Milliarden Euro, plus 3,7 Prozent). Somit kam der Codi-Gesamtumsatz ohne Lugano auf 1,79 Milliarden USD (1,51 Milliarden Euro, plus 3,9 Prozent).
Der Nettoverlust aus den fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich auf 296,6 Millionen USD (251,3 Millionen Euro). Zum Vergleich: 2024 war es noch ein Nettoverlust von 327,8 Millionen USD (277,7 Millionen Euro).
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 gibt Codi keine Umsatzprognose, sondern eine EBITDA-Kennzahl in Höhe von »lowest« 345 Millionen USD (292 Millionen Euro) und »highest« 395 Millionen USD (335 Millionen Euro).
Dazu noch einmal Elias Sabo: »Trotz der anhaltenden makroökonomischen Unsicherheit sind wir zuversichtlich, dass wir 2026 für unsere verbleibenden Tochtergesellschaften ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen können. Unser Fokus liegt darauf, das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen, indem wir durch unser differenziertes Geschäftsmodell, starke operative Tochtergesellschaften und eine dauerhafte Kapitalbasis einen konsistenten, langfristigen Shareholder Value schaffen
Text: Jo Beckendorff


