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Codi bekrabbelt sich: Boa-Umsatz einstellig rauf, Primaloft einstellig runter
Auch wenn laut Compass Diversified Holdings (Codi)-CEO Elias Sabo ein einzelnes Quartal nicht ausreicht, um eine Trendwende herbeizuführen: »Sowohl starke Leistungen der Töchtergesellschaften als auch der gewinnbringende Verkauf des im Sektor `Consumer Products´ mehrheitlich gehaltene Food-Servicesparte der Tochter SternoCandleLamp Holdings, Inc. sollen beitragen, dass verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen.

Warum die Vertrauensfrage? Die letztjährigen Finanzierungs- und Buchhaltungs-Unregelmäßigkeiten der Schmuckhersteller-Tochter Lugano Holding Inc. hat nicht nur sie, die letztendlich eine Insolvenz in Eigenverwaltung (Chapter 11) anmelden musste, sondern auch die dahinterstehende Beteiligungsgesellschaft Codi richtig Finanzkraft und Reputation gekostet.
Mit dem Verkauf des Food-Servicegeschäfts von Sterno – das Raumduft-Geschäft unter dem Namen Rimports ist in Codi-Händen verblieben – konnte die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft ihre Schulden reduzieren und den raschen Abbau der Bilanzverschuldung vorantreiben.
Stabiler Gesamtumsatz und Nettoverlust-Reduzierung
Vor diesem Hintergrund hat Codi im ersten Jahresquartal 2026 einen Netto-Gesamtumsatz von 426,86 Millionen USD (362,63 Millionen Euro, minus 5,9 Prozent) eingefahren. RadMarkt-Hinweis: in der zum Vergleich herangezogenen Zahl des Vorjahreszeitraums 01-03/2025 ist noch der Umsatz der insolventen Tochter Lugano enthalten. Ohne Lugano erzielte Codi einen mit dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf Augenhöhe liegenden ersten Quartalsumsatz. Dabei konnte der Nettoverlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 49,8 Millionen USD (42,3 Millionen Euro) in 01-03/2025 auf 30,8 Millionen USD (26,2 Millionen Euro) in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2026 reduziert werden.
Die US-Amerikaner teilen ihren Quartals-Gesamtumsatz auf die zwei ausgewiesenen Geschäftsbereiche »Branded Consumer« (256,98 Millionen USD = 218,28 Millionen Euro, plus 2,3 Prozent) und »Niche Industrial« (169,88 Millionen USD = 144,29 Millionen Euro,  minus 3,3 Prozent) auf.
Im oben genannten »Branded Consumer«-Umsatz enthalten: die Ergebnisse der auch im Fahrradsektor punktenden Töchter Boa Technology und Primaloft. Während der Drehverschluss-Pionier im ersten Jahresquartal im Vergleich zu 01-03/2025 ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf nunmehr alles in allem 52,11 Millionen USD (44.26 Millionen Euro) einfuhr, musste die Funktionsstoff-Tochter einen Umsatzrückgang von 7,3 Prozent auf nunmehr 21,92 Millionen USD (18,61 Millionen Euro) für sich verbuchen.
Ausblick
Um den im März zum Abschluss gebrachten Verkauf des Food-Service-Geschäfts von Sterno Rechnung zu tragen, hat Codi ihre  Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2026 aktualisiert. Bereinigt um das veräußerte Geschäft, sieht die sich auf heimische Mittelstands-Unternehmen fokussierte US-Beteiligungsgesellschaft leicht »auf oder über den zu Jahresbeginn festgelegten Erwartungen«.
Laut RadMarkt-Recherche liegt Codis 2026er-Gesamtjahres-Prognose bei einem Nettoumsatz von 1,90 Milliarden USD (1,61 Milliarden Euro) sowie einer EBITDA-Kennzahl in Höhe zwischen 345 Millionen USD (293 Millionen Euro) und 395 Millionen USD (335 Millionen Euro).

Text: Jo Beckendorff

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