Anfang 2025 hatte Unternehmensgründer und Diplom-Ingenieur Torsten Guba schweren Herzens bekannt gegeben, seinen Onlineshop und somit sein Unternehmen nach 17 Jahren »aus persönlichen und auch wirtschaftlichen Gründen« zum 31.03.2025 zu schließen. Die Wettbewerbs-Situation habe sich in den vergangenen Jahren nicht nur, aber auch wegen der Energie-und-Rohstoff-Krise deutlich verschlechtert.
Nun erklärt Guba, dass man schon damals gehofft hatte, dem Disc-Premiumprojekt eine Zukunft zu geben. Und jetzt? Seit dem 21. November ist man wieder mit www.brake-stuff.de im Markt. Gegenüber dem RadMarkt bestätigt Produktmanager Stefan Meier, dass Brakestuff von der Chemnitzer Sitec Industrietechnologie GmbH als eigenständige Marke weitergeführt wird. Anders ausgedrückt: innerhalb des international agierenden Technologieunternehmens für skalierbare Maschinen und Fertigungslinien zur automatisierten Montage und Laserbearbeitung ist Brakestuff eine Produktmarke. Dabei wird Sitec nur dort in Erscheinung treten, wo es rechtlich notwendig ist: »Wir nutzen die Ressourcen und die Kraft der Sitec, um Brakestuff weiter voran zu bringen.«
Was sich ändert: Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing etc. werden von der bis dato in Amtsberg (15 Kilometer südlich von Chemnitz) ansässigen Manufaktur Brakestuff nun aus der Sitec-Zentrale in Chemnitz heraus betreut.
Als mittelständiger Maschinenbauer und Produzent setzt Sitec so wie auch Brakestuff auf »Made in Germany« – bzw. Made in Ore Mountains (= Erzgebirge). Ein Teil der Manufaktur-Produktion rollt über Sitec. Der Markenkern des Anbieters individualisierter Bremsscheiben wird weiterhin auf hochwertige Produkte aus Deutschland setzen.
»Es ist ein gutes Gefühl, mein Lebenswerk gemeinsam mit einem Team fortzuführen, das regional verwurzelt ist und mit echter Leidenschaft dahintersteht. Manchmal gibt es Zufälle im Leben, die einfach passen«, freut sich Brakestuff-Gründer Torsten Guba über den Neustart.
Text: Jo Beckendorff


