Besonders problematisch ist laut der Untersuchung der Bereich Kommunikation. Telefonanlagen sind heute Teil der IT-Infrastruktur und damit ein mögliches Einfallstor für Angriffe. Schwache Passwörter, einfache PIN-Codes oder unkontrolliert installierte Software erleichtern es Hackern, in Systeme einzudringen und etwa teure Auslandsgespräche zu veranlassen.
Christian Stredicke, CEO des VoIP-Anbieters Vodia, warnt: „Oft sind es kleine technische Fehler, die Angreifern Tür und Tor öffnen.“ Der Experte empfiehlt u. a. den konsequenten Einsatz von Verschlüsselung, sichere Alternativen zu Passwörtern wie ID-Management oder Passkeys sowie die Installation von Software ausschließlich durch IT-Fachkräfte.
Zudem rücken Fragen nach der Sicherheit von Cloud-Anbietern oder der eingesetzten Software-Lieferkette stärker in den Vordergrund. Stredicke rät Unternehmen, die Herkunft von Software kritisch zu prüfen und Systeme soweit möglich von externen Zugriffen zu isolieren.
Hintergrund: Laut Bitkom berichten 26 Prozent der Unternehmen, dass auch ihre Lieferanten oder Dienstleister Opfer von Cyberangriffen wurden. Immer häufiger kommen dabei Social-Engineering-Methoden in Verbindung mit Deepfake-Technologien zum Einsatz.
Auch die Fahrradbranche bleibt von Cyberangriffen nicht verschont: 2022/23 wurde Prophete Opfer einer sogenannten Ransom-Ware-Attacke, die mutmaßlich zur späteren Insolvenz beitrug (https://www.heise.de/news/Fahrradhersteller-Prophete-Insolvenz-durch-Cyber-Angriff-7455650.html), in 2023 war Shimano von einer Cyberattacke betroffen (https://www.heise.de/news/Datenklau-bei-Shimano-Lockbit-veroeffentlicht-4-5-TByte-vertraulicher-Dokumente-9355053.html).

