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Cyberangriffe: Zwei Drittel der Unternehmen sehen sich existenziell bedroht
Laut einer aktuellen Bitkom-Studie schätzen fast zwei Drittel der deutschen Unternehmen Cyberangriffe als Bedrohung für ihre Existenz ein. Über 80 Prozent der Firmen waren in den vergangenen zwölf Monaten von Datendiebstahl betroffen. Durchschnittlich werden derzeit rund 1.300 Attacken pro Woche registriert.
Christian Stredicke, CEO des VoIP-Anbieters Vodia, warnt vor wachsenden Risiken durch Cyberangriffe und erklärt, wie Unternehmen ihre Kommunikation besser absichern können.Foto: Vodia

Besonders problematisch ist laut der Untersuchung der Bereich Kommunikation. Telefonanlagen sind heute Teil der IT-Infrastruktur und damit ein mögliches Einfallstor für Angriffe. Schwache Passwörter, einfache PIN-Codes oder unkontrolliert installierte Software erleichtern es Hackern, in Systeme einzudringen und etwa teure Auslandsgespräche zu veranlassen.

Christian Stredicke, CEO des VoIP-Anbieters Vodia, warnt: „Oft sind es kleine technische Fehler, die Angreifern Tür und Tor öffnen.“ Der Experte empfiehlt u. a. den konsequenten Einsatz von Verschlüsselung, sichere Alternativen zu Passwörtern wie ID-Management oder Passkeys sowie die Installation von Software ausschließlich durch IT-Fachkräfte.

Zudem rücken Fragen nach der Sicherheit von Cloud-Anbietern oder der eingesetzten Software-Lieferkette stärker in den Vordergrund. Stredicke rät Unternehmen, die Herkunft von Software kritisch zu prüfen und Systeme soweit möglich von externen Zugriffen zu isolieren.

Hintergrund: Laut Bitkom berichten 26 Prozent der Unternehmen, dass auch ihre Lieferanten oder Dienstleister Opfer von Cyberangriffen wurden. Immer häufiger kommen dabei Social-Engineering-Methoden in Verbindung mit Deepfake-Technologien zum Einsatz.

Auch die Fahrradbranche bleibt von Cyberangriffen nicht verschont: 2022/23 wurde Prophete Opfer einer sogenannten Ransom-Ware-Attacke, die mutmaßlich zur späteren Insolvenz beitrug (https://www.heise.de/news/Fahrradhersteller-Prophete-Insolvenz-durch-Cyber-Angriff-7455650.html), in 2023 war Shimano von einer Cyberattacke betroffen (https://www.heise.de/news/Datenklau-bei-Shimano-Lockbit-veroeffentlicht-4-5-TByte-vertraulicher-Dokumente-9355053.html).

 

 

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