Nur noch 37 % aller Befragten steuern wiederkehrend einen bevorzugten Fachbetrieb an (2024: 43 %); 63 % sagen, sie hätten keine Stamm-Werkstatt. Unter den Befragten, die ihr Fahrrad nicht regelmäßig zum Service bringen, sagen fast vier von zehn (38 %), sie würden es selbst reparieren bzw. warten. 23 % sehen keinen Bedarf; für 12 % ist der regelmäßige professionelle Service nach eigenen Angaben zu teuer.
„Für die sichere Fahrt ist es wichtig, dass das Fahrrad in einem technisch guten Zustand ist“, erklärt Peter Rücker, Leiter der DEKRA-Unfallforschung. „Der Trend geht weiterhin zum Pedelec mit elektrischer Tretunterstützung – damit nimmt nicht nur die Durchschnittgeschwindigkeit zu, sondern auch die technische Komplexität des Fahrzeugs. Was den Service angeht, sollte man aus unserer Sicht nicht an der falschen Stelle sparen.“
Erwartungen an den Fachbetrieb
Auch die konkreten Erwartungen der Fahrrad-Kundschaft an die Fachbetriebe wurden in der Studie erfragt. An der Spitze liegt dabei weiterhin die professionelle Beratung im Schadenfall (41 %), gefolgt von der E-Bike-Kompetenz und der Online-Terminvereinbarung (jeweils 31 %). Ein Angebot zur Ersatzmobilität, solange das eigene Fahrrad bei der Reparatur oder im Service ist, erwarten 26 %, attraktive Leasing- oder Finanzierungsangebote 18 %.
Mehr als jeder vierte Fahrradbesitzer (27 %) erwartet außerdem, dass der Fachbetrieb bei einem Schaden die komplette Abwicklung übernimmt. Nur 17 % der Befragten sagen, dass ihr bevorzugter Fachbetrieb das heute schon anbietet. „Die Nachfrage nach unabhängigen Schadengutachten für Fahrräder steigt seit einigen Jahren spürbar an“, sagt Marcel Ott, Leiter Schadengutachten bei der DEKRA Automobil GmbH. „Das liegt nicht zuletzt daran, dass Fahrräder heute entsprechend teuer sind, gerade auch wegen des Trends zum Pedelec.“ In allen 74 DEKRA-Niederlassungen in Deutschland gibt es speziell ausgebildete Fahrrad-Sachverständige.
Für die Online-Studie befragte Ipsos im Auftrag von DEKRA im September 2025 insgesamt 1.000 Fahrradbesitzerinnen und -besitzer. Weitere Informationen und die gesamte Studie gibt es unter www.dekra.de/fahrradstudie.


