Nach wie vor beansprucht die Karbon-Produktion viel Handarbeit. Das ist teuer. Somit verwundert es nicht, dass mehr als 90 Prozent aller Karbon-Teile und -Rahmen hauptsächlich aus Kostengründen in asiatischen Niedriglohn-Ländern gefertigt werden.
Dass es auch anders geht, beweist Bike Ahead-Macher All Ahead Composites mit seiner deutschen Karbon-Fertigung. Um mit ihrer Manufaktur zumindest im Premium-Bereich weiterhin wettbewerbsfähig zu sein, werfen die Veitshöchheimer eigenen Angaben zufolge maximal effiziente Prozesse, eine optimale Qualitätskontrolle sowie eine deutlich bessere CO2-Bilanz in die Waagschale: »Alles passiert unter einem Dach, von der Entwicklung über den Prototypen-Bau bis hin zu Serienfertigung und Endmontage.« Und vor allem: So könnten Produkte in wesentlich kürzerer Zeit von der Idee zum Serienmodell reifen als bei Firmen, die von externen (Übersee-)Produzenten abhängig sind.
Das Projekt
Bisher hat sich die Manufaktur mit ihrer ausschließlich in Deutschland produzierten eigenen Premiummarke Bike Ahead mit Karbon-Laufrädern, -Cockpits und -Sättel einen Namen gemacht. Dieser Sektor wird jetzt mit Karbon-Rahmenset mit -Gabel Richtung Komplettrad ausgebaut. Dabei will man unter Einbeziehung von Inputs der Radsport-Community einen transparenten Entwicklungs- und Herstellungs-Prozess bieten. Die Entstehung von »The Superfast«, das sowohl als Rahmenset als auch als Komplettrad angeboten werden soll, kann von der Community auf Social Media-Kanälen und über die Bike Ahead-Website mitverfolgt und kommentiert werden.
Mehr dazu in der kommenden RadMarkt-Ausgabe 5/2025.
Text: Jo Beckendorff


