Für die Studie wurden zwischen Februar und April 2026 insgesamt 4.041 Personen in neun europäischen Märkten befragt. Die Erhebung außerhalb des DACH-Raums führte das Marktforschungsinstitut Norstat durch. In Deutschland, Österreich und der Schweiz füllten 2.204 Radfahrende einen Online-Fragebogen aus.
Als große Unsicherheitszone erweist sich der Akku: 44 Prozent der Befragten in der DACH-Region fühlen sich beim Laden, Lagern und Transportieren des Akkus nicht ausreichend sicher. Zwar wissen viele, dass Akkus nicht in den Hausmüll gehören. Im Alltag bleiben aber grundlegende Fragen offen. Wie wird ein Akku richtig geladen? Wie sollte er gelagert werden? Was ist beim Transport zu beachten?
Bei der Versicherung wissen in der DACH-Region 30 Prozent nicht, wie ihr E-Bike versichert ist. In Dänemark liegt dieser Wert bei 76 Prozent.
Auch beim Regelwissen treten Lücken auf. Ein Viertel der Befragten nimmt fälschlicherweise an, dass für klassische Pedelecs eine Helmpflicht gilt. Beim Thema Radwegnutzung nennen in den Niederlanden 55 Prozent die Straße nicht als erlaubten Bereich für E-Bikes, in der DACH-Region sind es 15 Prozent.
Bezüglich der Geschwindigkeit zeigt sich ein klares Gefälle: In der DACH-Region glauben laut Studie 70 Prozent der Befragten, dass 25 km/h das Tempolimit für E-Bikes und Pedelecs sei. In den Niederlanden sind es 62 Prozent, in Dänemark 43 Prozent. In Großbritannien, wo E-Bikes weniger verbreitet sind, geben nur 20 Prozent diesen Wert an. Aber ein gesetzliches Tempolimit für E-Bikes gibt es nicht. Die Befragten verwechseln die Begrenzung der Motorunterstützung mit einer allgemeinen Geschwindigkeitsgrenze.
Gefragt nach Maßnahmen für mehr Sicherheit beim E-Bike-Fahren nennen 36 Prozent den Ausbau der Radinfrastruktur. 64 Prozent sprechen sich aber auch für kurzfristiger umsetzbare Schritte aus: klarere Sicherheitsinformationen, bessere Beschilderung, Wartungsangebote oder Fahrtrainings.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Nutzer mehr technische, rechtliche und versicherungstechnische Aufklärung benötigen und neben Investitionen in Radwege auch allgemein verständlichere Informationen vonnöten sind. »Aufklärung schlägt keine Infrastruktur, sie macht sie wirksamer«, fasst Thomas Eichentopf, Marketing Manager bei Diamant, zusammen. Die Branche stehe genauso in der Verantwortung wie öffentliche Stellen.
Vor dem Kauf informieren sich laut Studie 58 Prozent der Befragten in der DACH-Region auf Herstellerwebsites. Die Beratung im stationären Fachhandel nennen 54 Prozent. Damit sind beide Informationskanäle nun gleich wichtig. Die sozialen Medien nannten 7,4 Prozent als wichtigste Informationsquelle, sie spielen damit eine untergeordnete Rolle. Käuferinnen und Käufer suchen demnach weniger Lifestyle-Inszenierung als belastbare Fakten, Beratungstiefe und Orientierung, folgert Diamant.





