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Donkey Republic: gute 2025er-Zahlen kitzeln Börsenwechsel-Plan
Sowohl beim Umsatz als auch bei Flottengröße und Fahrtenvolumen standen die Zeichen beim börsennotierten Mietrad- und -E-Bike-Systemanbieter Donkey Republic Holding A/S im Geschäftsjahr 2025 auf Wachstum - laut den Dänen »klare Indikatoren für eine steigende Nachfrage nach unseren nachhaltigen Mobilitätslösungen«. Mit dieser Entwicklung und weiteren Investoren im Rücken strebt das 2014 gegründete und seit Mai 2021 börsennotierte Unternehmen jetzt auch an die heimische Hauptbörse. Was dieser Plan unter anderem auch mit Deutschland zu tun hat, erfahren Sie hier.
Foto: Donkey Republic

Dass die Dänen trotz dieser in herausfordernden Branchenzeiten guten Jahresergebnisses keine Luftsprünge machen, liegt an der jüngsten im Juli letzten Jahres herausgegebenen Prognose. Da sei man nun letztendlich finanziell nur am unter Ende dieser Voraussage angelangt.
Nichtsdestotrotz war 2025 für den nordischen Bikesharer ein durchaus wichtiges Jahr. »Wir haben das Fundament unseres Unternehmens gestärkt und bedeutende Schritte in Richtung eines disziplinierten, profitablen Wachstums unternommen«, erklärt Donkey Republic-CEO Thor Möger Pedersen, »das anhaltende Wachstum bei Fahrten, Fahrern und Flottengröße bestätigt die zugrunde liegende Nachfrage nach unseren Lösungen. Noch wichtiger ist es für uns, dass 2025 ein Jahr der Positionierung war.«
Beeinträchtigte Rentabilität
In Zahlen: 2025 wuchs der Netto-Gesamtumsatz von Donkey Republic auf 165,87 Millionen DKK (22,19 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein zweistelliges Plus von 13 Prozent. Allerdings wurde die Rentabilität durch eine veraltete Kostenstruktur und zeitliche Effekte im Zusammenhang mit Lizenz- und Ausschreibungs-Verfahren beeinträchtigt. Zusätzlich wurde das EBITDA von einmaligen Restrukturierungskosten in Höhe von 3,6 Millionen DKK (480.000 Euro) belastet.
Bereinigt um diese Posten verbesserte sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr auf 26,0 Millionen DKK (3,47 Millionen Euro, plus 4 Prozent) – was laut den börsennotierten Dänen »die ersten Auswirkungen unserer Effizienzmaßnahmen« widerspiegelt.
Das bereinigte EBITDA konnte sogar um zweistellige 18 Prozent auf 29,6 Millionen DKK (3,96 Millionen Euro) zulegen. Somit wuchs auch der letztendliche Gewinn im Vergleich um 9 Prozent auf 11,0 Millionen DKK (1,47 Millionen Euro).
Außerdem wuchs die Flottengröße im letzten Jahr um 7 Prozent auf 22.705 Einheiten. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die von den Mieträder Gebrauch nahmen, um 10,1 Prozent auf 749.000. Diese unternahmen damit im letzten Jahr 9,4 Millionen Fahrten (plus 11,9 Prozent).
Neue Strategie, neues Betriebsmodell
Um auch weiterhin auf gutem Wachstumskurs zu bleiben, haben die Dänen ihr Betriebsmodell im Laufe des Jahres durch zentrale Kostensenkungen und optimierter Effizienz im städtischen Betrieb verbessert: »Dies richtet die Organisation eng an unserem Geschäftsmodell aus und unterstützt skalierbares Wachstum im Bereich der urbanen Mobilität.«
Neue Fahrradgeneration
Zudem habe die großflächige Einführung der sogenannten »Gen4«-Fahrrad-Plattform die Qualität und die betriebliche Effizienz des eigenen Fahrzeugbestands gestärkt. Diese neue Fahrradgeneration sei entscheidend für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit »sowohl auf den Straßen als auch bei der Gewinnung zukünftiger Ausschreibungen«.
Advantage Deutschland
Besonders erfreut ist der dänische Bikesharer über seine geschäftlichen Fortschritte in Deutschland. Dort konnten im Dezember Verträge für den Betrieb von gleich zwei großen Fahrradverleih-Systemen in Düsseldorf und im Ruhrgebiet abgeschlossen werden. Mit diesem Schritt will der Anbieter seine Position für eine weitere Expansion im wichtigen Fahrrad-Markt Deutschland stärken. Anders ausgedrückt: die oben genannten Unterzeichnungen führen zu einer diesjährigen Flottenerweiterung von über 8.000 Fahrrädern.
Fahrtrichtung heimische Hauptbörse
Somit geht der Bikesharer eigenen Angaben zufolge operativ gestärkt in das Jahr 2026: »Nachdem wir die Grundlage für profitables Wachstum geschaffen haben, haben wir kürzlich eine Privatplatzierung in Höhe von 75 Millionen DKK (10,03 Millionen Euro) mit einer starken Investorengruppe abgeschlossen und die Entscheidung bekannt gegeben, Vorbereitungen für einen Wechsel von dem auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) spezialisierten Börsensegment Nasdaq First North Growth Market Copenhagen zur heimischen Hauptbörse Nasdaq Copenhagen Main Market einzuleiten. Der soll im Laufe des Jahres 2026 erfolgen. Um unsere ambitionierten deutschen Verträge zu erfüllen und Flottenerweiterungen in den kommenden Jahren durchzuführen, stellt die Privatplatzierung das erforderliche Kapital bereit.«
2026er-Ausblick
Die im Januar dieses Jahres veröffentliche 2026er-Prognose bleibt unverändert. Heißt: Donkey Republic geht von einem Jahresumsatz von 179 bis 194 Millionen DKK (23,95 bis 25,96 Millionen Euro) aus, einem EBITDA auf dem Niveau von 34 bis 45 Millionen DKK (4,54 bis 6,02 Millionen Euro) und einem EBIT zwischen 1 und 9 Millionen DKK (130.000 und 1,2 Millionen Euro).
Diese 2026er-Prognose basiert allerdings auf der Annahme, dass
– eine zeitnahe Einführung des Betriebs in der Ruhrregion und in Düsseldorf erfolgt.
– auf der anhaltenden Fähigkeit, den vertragsbasierten Betrieb im Rahmen der Service Level Agreements aufrechtzuerhalten sowie einer kontinuierlichen Steigerung der Flottenauslastung.
– auf einer anhaltenden Nachfrage und Betriebsbedingungen für die bestehenden Fahrradverleih-Systeme des Anbieters – soll heißen: »keine wesentlichen Veränderungen im Wettbewerbs-Umfeld, keine größeren Abweichungen bei den Niederschlagsmengen im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Jahre und ein wie erwartet reibungsloser Betrieb der Fahrradflotte«.
– dass der derzeitige Betriebsumfang sowie die Zuverlässigkeit und der Wartungsbedarf der Flotte auf dem erwarteten Niveau bleiben.

Text: Jo Beckendorff

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