Worauf der schwedische Bekleidungs-Direktanbieter (DTC) besonders stolz ist: trotz Inflationsdruck, flauer Kaufkraft und höherer Logistikkosten konnte das Unternehmen laut Eigenangaben im Vergleich zu seinen Mitbewerbern eine starke Rentabilität aufrechterhalten. Somit schaut man auch »hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des DTC-Modells von RevolutionRace und dessen Potenzial für erneutes internationales Wachstum« positiv in die Zukunft.
Das vierte (von April bis Juni 2025 laufende) Verkaufsquartal konnte allerdings nicht mit einem Umsatzplus punkten. Es sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um seichte 0,5 Prozent auf 405 Millionen SEK (36,7 Millionen Euro).
Geschäftsjahr mit einstelligem Umsatzwachstum in allen Regionen
Laut vorliegendem Jahresreport konnte der Nettoumsatz im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr 2023/2024 um 6 Prozent auf 1,93 Milliarden SEK (174,9 Millionen Euro) wachsen (in lokalen Währungen um 5 Prozent auf 1,84 Milliarden SEK = 166,7 Millionen Euro). Dabei wurde in allen Regionen, in denen der schwedische Bekleidungs-Direktanbieter Millionen SEK verkauft, ein Wachstum erzielt. Insgesamt ist der mittlerweile auch Fahrradbekleidung anbietende Direktanbieter in weltweit mehr als 40 Ländern im Markt.
In den Nordischen Ländern wuchs der Nettoumsatz in lokalen Währungen um 7 Prozent.
In der für den Anbieter so wichtigen DACH-Region wuchs er ebenfalls um 7 Prozent. Dabei wurden die stärksten Ergebnisse mit einem Umsatzplus von 23 Prozent in der Schweiz sowie 22 Prozent in Österreich eingefahren.
Die Region »Rest der Welt« wuchs in lokalen Währungen um 1 Prozent – »wobei das Vereinigte Königreich mit einem Umsatzanstieg von 11 Prozent gute Fortschritte macht«.
Das EBIT lag mit 357 Millionen SEK (32,3 Millionen Euro) 7,5 Prozent und das bereinigte EBIT mit 383 Millionen (34,7 Millionen Euro) 1,5 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums. Der Gewinn vor Steuern des Geschäftsjahres 2024/2025 lag bei 357 Millionen SEK (32,3 Millionen Euro, minus 8,2 Prozent).
Ausblick
Der Schwerpunkt im am 1. Juli angelaufenen RVRC-Geschäftsjahr 2025/26 liegt »auf der Steigerung des Umsatzes durch Wachstum in bestehenden Märkten. Die fortgesetzte Kostenkontrolle und die gesteigerte Effizienz im gesamten Unternehmen bilden die Grundlage für eine anhaltende Rentabilität«.
Eine genaue Finanzprognose für 2025/26 legen die Schweden allerdings nicht vor. Nur so viel: Man strebe weiterhin ein nachhaltiges und profitables Wachstum sowie eine jährliche Steigerung des Nettoumsatzes um 20 Prozent an. Langfristiges Ziel in Bezug auf Rentabilität sei es, eine bereinigte EBIT-Marge von 20 Prozent aufrechtzuerhalten. Zum Vergleich: im Geschäftsjahr 2024/2025 lag sie bei 19,9 Prozent.
Text: Jo Beckendorff



