E-Bike-Direktanbieter Sushi Mobility ist insolvent
Letzten Freitag (14. November) hat der junge urbane E-Bike-Direktanbieter Sushi Mobility GmbH beim zuständigen Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Auf der Webseite des Unternehmens (www.sushi-bikes.com) ist derzeit kein Shop erreichbar.
Ziel von Sushi Bikes-Gründer und Sushi Mobility-Geschäftsführer Andreas Weinzierl und Team ist es, den finanziell angeschlagenen Betrieb fortzuführen.Foto: Sushi Mobility

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Björn Hellfeld von der Münchener Kanzlei Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft bestellt.
Trotz finanziellen Schieflage prüft das Unternehmen derzeit Sanierungsmöglichkeiten. Ziel ist es, den Betrieb fortzuführen. Auf oben genannter Sushi-Webseite heißt es momentan »Wir sind bald wieder da. Wir arbeiten an wichtigen Veränderungen und stehen bald wieder zur Verfügung.« Gegenüber dem Nachrichten-Portal »Gründerszene« bestätigte Sushi Mobility auf Nachfrage, dass man aktuell die Möglichkeiten einer Sanierung mit dem Ziel prüfe, unbedingt weitermachen zu wollen.
Anfangs-Support durch illustre Mitgesellschafter
Schon früh sorgte das im Februar 2019 unter dem Namen AW Mobility GmbH loslegende Startup mit seiner E-Bike-Marke Sushi Bikes, die mit coolen E-Stadträdern zu erschwinglichen VK-Preisen (ab 1.000 Euro) in den Markt surrte, für Furore. Um als Direktanbieter auch den dazu gehörigen Service bieten zu können, wurden Partnerschaften mit Handelsgrößen wie Little John Bikes (LJB) oder Decathlon eingetütet.
Anfangs konnten die Gründer Andy Weinzierl und Joko Winterscheidt (letzterer selbst ein bekannter TV-Moderator) auch die Mymüsli-Gründer Max Wittrock (Bruder des langjährigen Marketing-Mitarbeiters Ole Wittrock von Rotwild-Macher ADP Engineering GmbH) und Philipp Krauss als Mitgesellschafter für sich gewinnen.
Im Mai 2020 erfolgte dann die Umbenennung des Unternehmens in im Handelsregister in Sushi Mobility GmbH. Nachdem Winterscheidt den E-Bike-Anbieter im April letzten Jahres verlassen hat, ist Andreas Weinzierl laut Insolvenzverfahrens-Antrag alleiniger Geschäftsführer. Wann die Mymüsli-Gründer mit ihrem jeweiligen Anteil von 10 Prozent aus dem Unternehmen ausgestiegen sind, ist dem RadMarkt zum Zeitpunkt dieser Recherche nicht bekannt.
Laut einer Meldung des Nachrichten- und Medienunternehmens »Business Insider« hat Sushi Mobility zuletzt einen Jahresverlust von mehr als 2,7 Millionen Euro schlucken müssen. So beläuft sich die Gesamtverschuldung auf mittlerweile 4,3 Millionen Euro, berichtet das Nachrichtenportal »T-Online.«

Text: Jo Beckendorff

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