Wichtig: »Die operativen Abläufe werden bis zu diesem Zeitpunkt in gewohnten Umfang fortgeführt.« Sämtliche Serviceleistungen sowie die Bearbeitung bestehender Gewährleistungsansprüche werden weiterhin im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sichergestellt. Um die Betreuung auch über den Einstellungszeitpunkt hinaus zu gewährleisten, werden entsprechende Strukturen eingerichtet.
Vor dem Einstieg des oben genannten Geschäftsführer-Duos hatte sich die hochwertige Nischenmarke mit ihren leistungsstarken E-Bike-MTB- und SUV-Modellen einen Namen gemacht. Lange war die Manufaktur zum Beispiel auch der einzige Anbieter, der auf den starken TQ-Antrieb setzte.
Nachdem TQ-Systems GmbH im Jahr 2022 einen vorerst exklusiv für Trek Group entwickelten neuen, leichten und kleinen E-Motor präsentierte und der zuvor angebotene starke TQ-Antrieb mehr Richtung Lastenrad surrte, musste M1 umdenken.
So kamen bei dem Fritzmeier E-Bike-Ableger irgendwann neben TQ- auch Brose-Mittelmotoren zum Einsatz. Unter der Ägide von Küspert und Scholz entschied man sich dann, ab der Saison 2025 nur noch auf Bosch-Antriebe zu setzen. »Bosch passt mit seiner Variabilität einfach besser zu uns als Anbieter individuell aufgebauter Elektroräder«, erklärte Manuel Küspert damals dem RadMarkt.
Zweite Neuerung war, dass nach vormaliger Aufgabe sogenannter offener E-Bike-Versionen (Kategorie Race-Pedelec, bis 75 km/h schnell), die einmal Zugpferd der Manufaktur waren, nun auch die bis zu 45 km/h schnellen Pedelecs vorerst aus dem Programm gestrichen wurden. Eine weitere Neuerung war der den Fachhandel mit einbeziehende »Click & Collect«-Vertrieb aller mit Bosch ausgestatteten 2025er-Modelle.
Dass es für den Nischenanbieter trotz Plug&Play-Konfiguration Richtung Custom-Made nicht gereicht hat, liegt an der aktuellen Marktsituation. »Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit einer dauerhaft herausfordernden Marktentwicklung im E-Bike-Segment. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Trotz umfassender Maßnahmen zur Stabilisierung konnte keine tragfähige Perspektive für eine Fortführung des Unternehmens geschaffen werden. Eine wirtschaftlich nachhaltige Weiterführung des Geschäftsbetriebs ist daher nicht mehr gegeben«, heißt es dazu aus der Fritzmeier Group-Zentrale in Großhelfendorf.
Bis zur Deadline 30. April 2026 ist übrigens auch der Showroom am M1-Standort Weyarn geöffnet. Auf der Manufaktur-Seite https://m1-sporttechnik.eu/ läuft bereits der Abverkauf mit attraktiven Rabatten.
Text: Jo Beckendorff



