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E-Bike-Sektor zieht das sich erholende hGears-Gesamtgeschäft spürbar runter
Zwar ging es für die beiden Geschäftsbereiche »(E)-Mobility« und »E-Tools« von Hochpräzisions-Getriebeteile und -Komponenten-Hersteller hGears AG in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025 wieder aufwärts. Allerdings konnten sie nicht die erwartete Schwäche des dritten Geschäftsfelds »E-Bike« ausgleichen.
ScreenshotFoto: hGears

In den ersten drei Verkaufsquartalen 2025 haben die Schwarzwälder einen Konzernumsatz von 69,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Verglichen mit den ersten drei Quartalen des Vorjahres ist das ein einstelliger Rückgang von 3,8 Prozent.
Dazu hGears-CEO Sven Arend: »Die vorgezogenen Umsätze, die sich im ersten Halbjahr positiv ausgewirkt hatten, fehlten wie erwartet im dritten Quartal 2025. Trotz des negativen Einflusses des weiteren deutlichen Rückgangs des E-Bike Geschäfts auf den Produktmix ist es uns dank umfassender Strukturanpassungen und konsequenter Sparmaßnahmen gelungen, in den ersten neun Monaten 2025 das EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu steigern. Dies unterstreicht die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen und unterstützt unser Bestreben, die Liquidität zu sichern. Wir gehen davon aus, dass die Talsohle erreicht ist, während sich im E-Bike Geschäft erste, wenn auch noch sehr verhaltene, Anzeichen einer möglichen Stabilisierung abzeichnen.«
(E)-Mobility und E-Tools einstellig rauf, E-Bike zweistellig runter
Oben genannter Konzernumsatz 01-09/2025 teilt sich wie folgt auf (Zahlen gerundet):

E-Bike: 8,2 Millionen Euro (minus 42,7 Prozent)
(E)-Mobility: 35,2 Millionen Euro (plus 4,1 Prozent)
E-Tools: 26,2 Millionen Euro (plus 9,0 Prozent)

In den ersten neun Monaten 2025 war hGears eigenen Angaben zufolge mit einem volatilen Marktumfeld konfrontiert, »das weiterhin durch geopolitische und handelspolitische Spannungen sowie durch die angedrohten und verhängten Zölle der US-Regierung geprägt war und sich negativ auf die Konsumentenstimmung auswirkte«.
Nichtsdestotrotz zeigte sich das Geschäftsfeld (E)‑Mobility gegenüber den anhaltenden Herausforderungen in der Automobil-Industrie gut gewappnet. In diesem Zusammenhang verweist das Unternehmen auf seinen Fokus Premium- und Luxusfahrzeuge.
Während der Umsatz des Geschäftsbereichs E-Tools das größte Wachstum verzeichnete, entwickelte sich der Sektor E-Bike laut hGears »im Rahmen der Erwartungen«: der weiterhin anhaltende Lagerabbau in allen Vertriebskanälen der Fahrradindustrie habe zu dem erheblichen Umsatzrückgang geführt.
Der bereinigte Bruttogewinn belief sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 31,8 Millionen Euro (minus 5,7 Prozent). Das entspricht einer bereinigten Bruttomarge von 45,6 Prozent. Dazu hGears: »Die Bruttomarge blieb trotz des fehlenden Operational Leverage und des verschlechterten Produktmixes im dritten Quartal 2025 stabil auf dem Niveau des ersten Halbjahres. Der absolute Rückgang des bereinigten Bruttogewinns um 1,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum konnte durch Strukturanpassungen und fortlaufende Kosteneinsparungen mehr als ausgeglichen werden.«
Infolgedessen erhöhte sich das bereinigte EBITDA in den ersten neun Monaten 2025 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum um EUR 0,5 Millionen Euro auf nunmehr 0,9 Millionen Euro. Das entspricht wiederum einer bereinigten EBITDA-Marge von 1,3 Prozent.
Ausblick
Am 23. Oktober hatten die Schwarzwälder ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 schon angehoben. Vor dem Hintergrund anhaltender konjunktureller sowie geo- und wirtschaftspolitischer Herausforderungen auf den internationalen Märkten erwartet der Vorstand von hGears jetzt einen 2025er-Konzernumsatz »von 87 bis 90 Millionen Euro, ein bereinigtes EBITDA von minus 1 bis plus EUR 1 Millionen Euro sowie einen negativen freien Cashflow von minus 2 bis 0 Millionen Euro«.

Text: Jo Beckendorff

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