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E-Leichtfahrzeug-Anbieter Desner setzt auf Made in Italy by FIPA
Anfang November letzten Jahres hatte der RadMarkt schon einmal über den Mailänder Leichtfahrzeug-Anbieter Desner Auto ITB Auto SRL berichtet. Der hatte sich im Zuge eines auslaufenden staatlichen Öko-Kaufanreizes auf der Zweirad-Messe EICMA 2025 schlau mit einer eigenen Verkaufsrabatt-Aktion auf sich aufmerksam gemacht. Im durchstartendem Jahr 2026 freut sich der Anbieter jetzt vor allem über das FIPA-Projekt. Mit dem soll die Automobil-Produktion und laut Desner »echte urbane Mobilität« nach Italien zurückkehren.
Made in Italy by FIPA: die sich auf den urbanen Raum fokussierenden E-Leichtfahrzeuge von Desner Auto.Foto: Desner Auto

Das Reindustrialisierungs-Projekt FIPA (»Fabbricia Italiana Produzione Autoveicoli» = italienische Automobil-Fabrik) sieht die Umwandlung des sanierungsbedürftigen Werks von US-Automobil-Zulieferer Lear Corporation mit Sitz in Grugliasco (Großraum Turin) in ein Montage-Zentrum  vierrädriger E-Fahrzeuge der Fahrzeug-Klassen L6 (leichte bis zu 45 km/h schnelle Modelle) und L7 (bis zu 90 km/h schnelle Modelle) vor. Wie schon berichtet wurde dafür eine Investition zwischen 80 und 100 Millionen Euro in die Hand genommen. Ziel ist eine Produktionskapazität von jährlich rund 20.000 Fahrzeugen.
Hier kommt Desner ins Spiel: laut Desner-Gründer und FIPA-Partner Angelo Sun habe man dank enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern in den letzten Jahren seinen eigenen Weg auf dem Markt leichter E-Mobilität eingeschlagen – und dabei zur Entwicklung von Fahrzeugen beigetragen, die für den realen, effizienten und nachhaltigen Einsatz in Städten konzipiert sind.
Mit der Gründung von FIPA S.p.A. würde man 2026 in eine neue Phase eintreten. Deren Ziel ist es, »die im Ausland erworbenen Fähigkeiten, Prozesse und das Know-how nach Italien zurückzubringen« – und somit eine nationale Produktion marktnah für Europa aufzunehmen.
Made in Italy und marktnah für Europa

Werden 2026 marktnah für Europa vom »Reindustrialisierungs-Projekt« FIPA in Grugliasco produziert: E-Leichtfahrzeuge von Desner Auto.
Werden 2026 marktnah für Europa vom »Reindustrialisierungs-Projekt« FIPA in Grugliasco produziert: E-Leichtfahrzeuge von Desner Auto.Foto: Desner Auto

»Die Idee für FIPA entstand schon vor einigen Jahren«, erklärt Sun rückblickend, »bereits 2021 wurde in enger Zusammenarbeit mit dem asiatischen Markt klar, dass für eine nachhaltige Elektromobilität in Europa kleinere, leichter zugängliche Fahrzeuge benötigt werden, die mit den europäischen Städten und den nun in Kraft tretenden Vorschriften vereinbar sind. ITB Auto stellte als Importeur und Pionier eine erste Phase dar. FIPA ist die natürliche Weiterentwicklung dieser Reise: eine industrielle Struktur, die darauf abzielt, direkt in Italien für den europäischen Markt zu produzieren, eine Zwischenlösung zwischen den Kategorien L6 und L7 zu entwickeln und dem Konzept des urbanen A-Segments wieder Bedeutung zu verleihen.«
Deglobalisierungs-Paradigmenwechsel
In diesem Zusammenhang verweist Sun auch auf die derzeit laufende Deglobalisierung: »Die Logistikkosten sind strukturell gestiegen und haben nicht wieder das Niveau vor Covid erreicht. Eine europäische Produktionsbasis reduziert die Transportkosten drastisch und ermöglicht uns vor allem einen direkteren und transparenteren Kontakt zum Endkunden, vom Verkauf bis zum Kundendienst, von Ersatzteilen bis zur Wartung. Es handelt sich um einen notwendigen Paradigmenwechsel.«
Mehr Info zu Desner unter www.desnerauto.com sowie zu FIPA unter www.fipaspa.it.

Text: Jo Beckendorff

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