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ECF-Whitepaper: Deutsches Fahrradleasing-Modell sollte Vorbild für ganze EU sein
Das deutsche Dienstrad-Leasing-Modell mit Gehaltsumwandlung und steuerlichen Vorteilen taugt als Vorbild für Fahrrad-Leasing in der ganzen EU. Die European Cyclists' Federation hat gemeinsam mit der JobRad Group ein Weißbuch veröffentlicht, in dem sie zeigt, welches Potenzial das Dienstrad-Leasing für nachhaltige Mobilität in Europa hat. Die ECF fordert EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf, Steueranreize für Gehaltsumwandlungsmodelle einzuführen.
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In Deutschland existiert das heutige, auf Gehaltsumwandlung und niedriger Besteuerung des geldwerten Vorteils basierende Dienstradleasing-Modell seit 2012 Dienstfahrräder den per Gehaltsumwandlung geleasten Dienstwagen steuerlich gleichgestellt wurden. Seit 2019 wächst die Zahl der Leasingräder jährlich um durchschnittlich 30 Prozent, und Ende 2024 waren 2,1 Millionen Fahrräder im Leasing aktiv, fasst das Whitepaper zusammen. 78 Prozent davon sind E-Bikes. »Dieses Modell zeigt das enorme Potenzial für das Radfahren in der betrieblichen Mobilität mit den richtigen steuerlichen Instrumenten«, sagte Jill Warren, CEO der European Cyclists‘ Federation.

Vorteile für Klima, Städte, Gesundheit

Durch die Gehaltsumwandlung können Arbeitnehmer bis zu 40 Prozent der Kosten im Vergleich zum direkten Kauf sparen, erklärt das Whitepaper.
Und Leasing macht Radfahren für breitere Bevölkerungsschichten zugänglich: für Menschen, die zuvor von hohen Anschaffungskosten abgeschreckt wurden und, weil E-Bikes erschwinglicher werden, auch für Menschen in ländlichen Gebieten oder mit geringerer Fitness.

Die Verbreitung von E-Bikes wiederum wirke sich positiv auf das Klima aus, argumentierten ECF und Jobrad: E-Bikes haben einen zwölf Mal niedrigeren CO2-Ausstoß als Autos. Unter unterstützenden politischen Rahmenbedingungen könnten die Verkehrsemissionen um 33,5 Prozent in Deutschland, 22,8 Prozent in Schweden und 24 Prozent in Großbritannien reduziert werden. Auch in punkto Platzverbrauch und Gesundheit der Menschen habe Dienstradleasing wünschenswerte Effekte.

Wirtschaftliche Effekte

Der deutsche Markt für Firmenfahrrad-Leasing generierte 2024 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro allein bei den Anbietern. Das Leasing unterstützt in Deutschland etwa 489.000 Arbeitsplätze im Fahrradsektor und stabiliserte die Nachfrage nach E-Bikes während der Krise der europäischen Fahrradindustrie.
Außerdem unterstütze Leasing die Kreislaufwirtschaft: Gebrauchte Räder, die Mitarbeiter am Ende der Leasingzeit nicht kaufen, werden über Programme wie JobRad Loop aufbereitet und weiterverkauft. Dies verlängert die Produktlebensdauer und schafft neue Arbeitsplätze.

Forderungen an die EU

Die ECF fordert EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf, das erfolgreiche Praxisbeispiel aufzunehmen und Steueranreize für Gehaltsumwandlungsmodelle für Bikeleasing einzuführen. Außerdem solle die geplante EU-Initiative zu grüneren Firmenflotten alle emissionsfreien Verkehrsmittel einschließen – auch E-Bikes. Diese Schritte würden helfen wie in der 2024 gefassten Europäischen Erklärung zum Radfahren bekundet, Unternehmen zu ermutigen, das Radfahren durch Mobilitätsmanagement-Systeme zu fördern.

»Firmenfahrrad-Leasing ist ein positiver Treiber für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt«, erklärt Ulrich Prediger, Gründer und Aufsichtsratsmitglied der JobRad Group. »Europäische Institutionen und Mitgliedstaaten müssen dessen Vorteile erkennen.«

Das Whitepaper steht zum Download bereit auf der Seite der ECF: www.ecf.com/en/resources/reports-publications/

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