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EU geht gegen virtuelle D2C-Billig-Importe von Temu & Konsorten vor
Auf einem letztwöchigen Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel wurde mit Blick auf die wachsende Zahl unerwünschter Billigimporte, die Online-Händler wie Aliexpress, Shein, Temu oder auch Amazon direkt an Endverbraucher der Mitgliedsstaaten versenden, eine ab Juli 2026 gültige Abgabe abgesegnet. Die gilt für jedes in die EU eingehende Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro.

Momentan können Pakete mit einem Wert von bis zu 150 Euro zollfrei in die EU eingeführt werden. Unter anderem auch dabei: Fahrrad-Produkte. Das soll sich nun ändern. Die Mitgliedstaaten verständigen sich auf eine ab Juli 2026 gültige (Pauschal-)Abgabe von jeweils 3 Euro. Diese Abgabe soll von den nationalen Zollbehörden erhoben werden.
Worauf die EU in diesem Zusammenhang hinweist: diese Abgabe gilt vorübergehend. Langfristiges Ziel ist es, alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro als zollpflichtig zu deklarieren.
Laut Informationen aus Brüssel kommen derzeit täglich etwa 12 Millionen Pakete in die EU. Das sei deutlich mehr als in den beiden Vorjahren.
Ob Billigimporten mit den ab Juli 2026 gültigen 3 Euro – egal ob dieser Beitrag auf den Endverbraucher abgewälzt oder von den knallhart kalkulierenden Billig-Anbietern übernommen wird – tatsächlich Einhalt geboten werden kann, sei dahingestellt.

Text: Jo Beckendorff

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