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Eurobike 2027 doch Ende Juni, doch jährlich – und mit weltweitem Anspruch
Der Eurobike-Veranstalter Fairnamic hat die vergangenen Monate genutzt, um das Messekonzept erneut zu überdenken und dabei möglichst viel Feedback zu verarbeiten. Als Resultat wurde am 1. September ein nochmals überarbeitetes Konzept vorgestellt:  Die 35. Ausgabe findet vom 30. Juni bis 2. Juli 2027 in Frankfurt statt. Es soll eine internationale B2B-Plattform für die Fahrrad- und Ecomobility(!)-Branche sein.
Philipp Ferger (l.) und Matthias Pietsch stellen ein neues Eurobike-Konzept vor.Foto: Fairnamic

Während und nach der Eurobike 2026 führten die Verantwortlichen der Fairnamic zahlreiche Gespräche mit Ausstellern, Fachbesuchern, internationalen Marktpartnern und dem Messebeirat und werteten systematisch Rückmeldungen aus zum Messekonzept, wie es während der letzten Eurobike vorgestellt worden war. Das Feedback habe den klaren B2B-Fokus ebenso bestätigt wie die Beschränkung auf drei Tage; nun aber habe doch der Wunsch nach einem früheren Termin und einer jährlich stattfindenden Eurobike überwogen.

Auf dieser Grundlage wurde das zunächst vorgestellte Konzept in zentralen Punkten entsprechend angepasst. Erste Rückmeldungen aus dem Messebeirat und der Ausstellerschaft zu diesen Maßnahmen seien positiv ausgefallen und bestärkten die Veranstalter in dem eingeschlagenen Weg.

Philipp Ferger, Geschäftsführer der Fairnamic GmbH, erklärt: „Wir haben die Eurobike 2026 wie geplant genutzt, um unser gemeinsam mit der Branche entwickeltes Zukunftskonzept nochmals intensiv im Markt zu diskutieren. Die Rückmeldungen waren in zentralen Punkten eindeutig, und daraus ziehen wir die Konsequenzen. Mit dem Termin Ende Juni und dem jährlichen Rhythmus schaffen wir Verlässlichkeit und Kontinuität. Gleichzeitig stärken wir das, was die Eurobike im Kern auszeichnet: ihre Internationalität, ihre hohe mediale Reichweite und ihre Funktion als globale Plattform für die Bike- und Ecomobility-Branche. Unser Anspruch ist es, die relevanten Akteure aus allen Weltmärkten für Geschäft, Innovation und Austausch zusammenzubringen.“

Mit dem Wechsel vom ursprünglich angekündigten September-Termin auf den Frühsommer rücke die Eurobike in ein für Hersteller, Marken und Medien etabliertes Zeitfenster des internationalen Branchenkalenders. Der jährliche Rhythmus schaffe zudem Planungssicherheit. Ferger hob bei der Vorstellung des Konzepts hervor, dass man mit der Terminierung Ende Juni auch einer Terminkollision ausweiche, da im September bereits einige Messen im Kalender stehen.

Neuheiten und Internationalität

Von der Rückkehr auf den frühen Termin verspricht sich der Veranstalter offensichtlich, als Plattform für Neuheiten genutzt zu werden. Die Messemanager erklärten, mit dem Juni-Termin schließe man quasi eine Messelücke zwischen März und September. Dadurch biete sich die Eurobike an, um dort Neuheiten für die nächste Saison erstmals zu präsentieren.

Daneben wurde der gezielte Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen in den Mittelpunkt gestellt. Hersteller, Zulieferer, Distributoren, internationale Handelsunternehmen und weitere Marktakteure könnten an drei kompakten B2B-Tagen mit Entscheidern und Geschäftspartnern aus aller Welt zusammenkommen. Die Eurobike soll eine offene Plattform für Hersteller und Technologietreiber aus allen relevanten Märkten und Produktionsländern sein; ausdrücklich wurde hervorgehoben, dass sie Anbietern aus Übersee eine Plattform bietet, um sich dem europäischen Markt zu präsentieren.

Bühne auch für Übersee

Fairnamic verweist auf ein über die Messe Frankfurt gegebenes weltweites Netzwerk von Salespartnern in über 150 Ländern. Gerade bei Antrieben, Komponenten und neuen Technologien soll die Eurobike die globale Innovationsdynamik der Branche in ihrer gesamten Breite abbilden. Damit wird an die sehr internationale Ausstellerlandschaft bei der letzten Eurobike angeknüpft.

Bereits 2026 kam rund die Hälfte der Fachbesucher aus dem Ausland. Zugleich werde Ecomobility als Wachstumsfeld weiter gestärkt – von Urban Mobility und Logistik über vernetzte Systeme bis hin zu neuen Mobilitätslösungen. Auffällig ist die prägnante Verwendung des Begriffs Ecomobility. Daran entzündete sich einst eine Kontroverse, als für einen solchen Bereich eine parallele Messe in Frankfurt geplant, dann aber nicht mehr weiterverfolgt wurde. Nun zeigt man demonstrativ eine Offenheit für Mobilitätsansätze, die das Fahrrad ergänzen.

Matthias Pietsch, Show Director Eurobike, sagt: „Unsere Überzeugung ist klar: Der neue Termin ist der richtige Moment für die Eurobike im internationalen Branchenkalender. Drei fokussierte B2B-Tage, an denen Neuheiten gezeigt, Entscheidungen vorbereitet und Geschäfte angebahnt werden. Wir bauen die Eurobike konsequent zur Plattform für internationale Geschäftsverbindungen aus: mit gezieltem Matchmaking, buchbaren Meeting-Formaten und einem Umfeld, das Hersteller, Zulieferer und Technologietreiber aus aller Welt zusammenbringt. Das haben uns die Gespräche mit der Branche klar gezeigt.“

Kürzere Laufwege

Zu den neuen Beteiligungsformaten gehören beispielsweise buchbare Meeting-Räume für vertrauliche Geschäftsgespräche. Zudem wurde die mediale kumulierte mediale Reichweite der letzten Eurobike mit 13,5 Milliarden beziffert, worauf man aufbauen will.

Der schon länger feststehende Umzug in die Osthallen soll ein übriges tun: 2027 bezieht die Eurobike die Hallen 3, 4 und 5 rund um die Agora. Die zentrale Freifläche bietet Raum für Testtracks und Demo-Areas; das angrenzende Forum und die Festhalle bieten Potential für Partner-Events und Networking.

Die 35. Eurobike findet vom 30. Juni bis 2. Juli 2027 auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt.

www.eurobike.com

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