Unter der fachlichen Leitung von Mag. Thomas Gerhardt, Lehrlingsbeauftragter der Bundesinnung, wurde eigens für die Premiere ein neues Wettbewerbsformat entwickelt. Über ein Jahr hinweg arbeitete ein Expertenteam daran, realitätsnahe Aufgaben zu definieren, die den Anforderungen moderner Werkstattpraxis entsprechen. Unterstützt wurde das Projekt von Industriepartnern wie KTM, Magura, SKS und Bosch; ein Teil der Ausstattung wurde von Gerhardt selbst bereitgestellt.
Drei Stationen, höchste Präzision
Die Teilnehmenden mussten innerhalb von zwei Stunden drei Arbeitsstationen absolvieren:
– Bremsen: Austausch eines Shimano-Bremssystems gegen ein Magura-System
– E-Bike: Aufrüstung eines KTM Cross E-Bikes inklusive Displaytausch
– Laufrad: Kompletter Laufradbau inklusive Mantel- und Schlauchmontage
Nach insgesamt 60 Stunden Wettbewerb stand fest: Constantin Schluifer aus Tirol (Radsport Grug GmbH, Mieming) holte den Staatsmeistertitel. Zakhar Ostash aus Wien (WienRAD) und Lorenz Gruber aus Kärnten (More Maschinen GmbH) landeten punktgleich auf Rang zwei und wurden Vizestaatsmeister. Die ersten drei Plätze trennte lediglich ein Punkt – ein deutliches Zeichen für das hohe Leistungsniveau.
Signalwirkung für Ausbildung und Branche
Lehrlingsbeauftragter Thomas Gerhardt zieht eine positive Bilanz: „Wir haben äußerst positives Feedback von Verantwortlichen, Teilnehmenden und BesucherInnen erhalten. Diese Premiere zeigt, welches Potenzial in der Fahrradmechatronik steckt. Mein Ziel ist es, die Fahrradmechatronik zu den Euro-Skills zu bringen.“
Mit dem Einstieg in die Austrian Skills gewinnt der Lehrberuf an Aufmerksamkeit und Anerkennung. Gleichzeitig setzt der Wettbewerb Impulse für die Weiterentwicklung der Ausbildung und stärkt das Berufsbild gegenüber Nachwuchs, Betrieben und Öffentlichkeit.


