Somit übergibt der Hauptaktionär das Verwaltungsrats-Präsidium an seine Tochter, bleibt aber selbst Mitglied des Verwaltungsrates.
»Ein gelungener Generationenwechsel ist keine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich sehr, dass Bianca nun nachrückt. Sie hat dazu das nötige Rüstzeug und kennt das Unternehmen seit vielen Jahren aus verschiedenen Perspektiven«, betont Karl-Walter Braun.
Bianca Braun hatte bereits vor und während ihres Studiums in den Produktionsabteilungen der Maxon Group ausgeholfen. Seit 2007 ist sie Mitglied des Verwaltungsrates. 2012 übernahm sie als Leiterin Group Audit and Consulting die operative Verantwortung.
»Familiengeführte Firmen sind ein Erfolgsmodell, dafür ist die Maxon das beste Beispiel – denn wir denken langfristig«, betont die zur Verwaltungsrats-Präsidentin aufgestiegene Braun, »das war auch die Devise meines Vaters, der das Unternehmen umsichtig entwickelt und gemeinsam mit dem Management zur heutigen Größe geführt hat. Diesen Kurs will ich weiterverfolgen und gleichzeitig neue Akzente setzen.«
Zudem kommt es im Verwaltungsrat der Gruppe zu einer weiteren Veränderung: Kurt Kwapil hat das Gremium nach 14 Jahren verlassen. »Der Verwaltungsrat dankt ihm für sein Engagement und wünscht ihm alles Gute«, heißt es dazu.
Stabile Umsatzzahlen 2025
Der vollzogenen Generationswechsel geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem Maxon Group allen schwierigen Marktbedingungen zum Trotz auf ein stabiles abgelaufenes Geschäftsjahr 2025 blickt. Der Umsatz konnte um 0,1 Prozent leicht über Vorjahres-Niveau auf 595,2 Millionen SFR (646,2 Millionen Euro) zulegen. Der operative 2025er-Cashflow betrug 75,5 Millionen SFR (82,0 Millionen Euro – 2024: 73,9 Millionen SFR = 80,2 Millionen Euro). Laut den Schweizern wurde das gute Resultat vor allen von der starken heimischen Währung beeinflusst: »Die währungsbedingten Umsatzeinbußen beliefen sich 2025 auf 20,2 Millionen SFR (21,9 Millionen Euro). Über die letzten drei Jahre betrugen die Währungsverluste insgesamt 68,2 Millionen SFR (74,0 Millionen Euro). Die Maxon Gruppe geht davon aus, dass der Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken anhält.«
Ausblick
Fürs laufende Jahr bleibt Maxon Group vorsichtig optimistisch. Die Bestellungen hätten seit Jahresanfang deutlich angezogen: »Besonders in den Geschäftsbereichen Aerospace, Mobility, Medical und Robotik ist die höhere Nachfrage spürbar. Mit integrierten Antriebseinheiten, intelligenten Motion-Control-Lösungen und kompletten mechatronischen Systemen entwickelt sich Maxon zunehmend vom Komponenten-Lieferanten zum Systempartner. Entsprechend werden in mehreren Bereichen zusätzliche Produktionskapazitäten aufgebaut.«
Text: Jo Beckendorff/Maxon Group




