Auch wenn der Aufschwung im März wieder etwas eingebremst wurde und trotz operativer Probleme, die der Anbieter im Zuge der
Einführung eines neuen ERP-Systems hatte, konnte Fenix Group ihre Auftragsbücher eigenen Angaben zufolge in angemessener Weise abarbeiten. So erzielte der Outdoor-Anbieter im ersten Jahresquartal 2026 einen vorläufigen Netto-Gesamtumsatz von 165,9 Millionen Euro (plus 5,2 Prozent).
Dieser Gesamtumsatz teilt sich auf die vom Anbieter ausgewiesenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:
– »Brands« (Marken Devold of Norway, Fjällräven, Hanwag, Royal Robbins, Tierra): 58,0 Millionen Euro (plus 1,9 Prozent)
– »Frilufts« (neben Globetrotter Ausrüstung GmbH die Einzelhandels-Geschäfte/-Filialen von Friluftsland A/S, Naturkompaniet AB, Partioaitta Oy, Trekitt, Exist Internet AS etc.): 74,1 Millionen Euro (plus 11,6 Prozent)
– »Global Sales« (umfasst jene Vertriebsunternehmen, die mehr als nur eine Fenix Outdoor-Marke verkaufen): 33,8 Millionen Euro (minus 1,7 Prozent)
Das vorläufige Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Verkaufsquartals lag mit seinen 10,8 Millionen Euro zweistellige 23,4 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraums. Fenix Group führt das hauptsächlich »auf eine umfangreiche Warenrücksendung von Globetrotter an Fjällräven zurückzuführen, die durch die Einführung eines neuen Servicemodells verursacht wurde«.
Die Umsätze selbst seien in den meisten Märkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil – Ausnahme: Deutschland. Hier wurde das Geschäft von der oben genannten Rücksendung eingebremst.
Frilufts
Werfen wir einen Blick auf das Frilufts-Geschäft von Fenix Group. Schließlich verkaufen die unter diesem Dach geführten Einzelhandels-Geschäfte und -Filialen auch Fahrrad-Ware.
Normalerweise ist das erste Jahresquartal aufgrund des Wetters schwach. In diesem Jahr wurden allerdings die Erwartungen »insbesondere in den nordischen Ländern« übertroffen.
Was Fenix Group vor allem positiv stimmt: der stationäre Handel schloss besser ab als erwartet.
Wobei aber auch anzumerken ist, dass die Online-Verkäufe in Finnland und Deutschland »durch häufige Bot-Angriffe beeinträchtigt wurden, die die Websites für den Datenverkehr lahmlegten und damit den Umsatz erheblich beeinträchtigten«. Zudem sei das Online-Geschäft leider nach wie vor stark rabattgetrieben.
Letztendlich auch der Hinweis, dass das Frilufts-EBIT trotz zweistelligen Umsatzwachstums mit 5,6 Millionen Euro weiterhin negativ ausfällt. Allerdings konnte dieses negative Betriebsergebnis im Vergleich zu 01-03/2025 (9,6 Millionen Euro Verlust) verringert werden.
Ausblick
Laut dem Fenix Group-Vorstandsvorsitzende Martin Nordin ist ein Blick in die Zukunft derzeit wie ein Glücksspiel: »Angesichts des Jahresauftakts blicke ich jedoch positiv auf den Rest des Jahres. Kurzfristig könnten uns die Auswirkungen des Nahost-Konflikts schaden, mittelfristig bietet sich jedoch eher eine Chance für unsere Branche, wenn die Menschen weniger reisen und ihren Urlaub zu Hause verbringen. Ich bin überzeugt, dass wir in diesem Umfeld die richtigen Maßnahmen ergreifen. Wir nehmen derzeit umfassende Änderungen an unserem Geschäftsmodell vor, um unsere Effizienz zu steigern sowie unseren Service und unser Angebot zu verbessern und gleichzeitig schneller zu handeln.«
Text: Jo Beckendorff


