So wurde das zweite Geschäftsquartal der Fenix Outdoor Group vor allem von der Schwäche des deutschen Marktes – mit einem Anteil von knapp 38 Prozent vom Konzernumsatz laut Unternehmensangaben der für sie mit Abstand wichtigste Einzelmarkt – belastet. Und das nicht nur im Sektor »Brands« (Marken – Devold of Norway, Fjällräven, Hanwag, Royal Robbins, Tierra), sondern auch im (Einzelhandels-)Sektor »Frilufts (Marken Globetrotter Ausrüstung GmbH, Friluftsland A/S, Naturkompaniet AB, Partioaitta Oy, Trekitt, Exist Internet AS etc.). Sowohl Nachfrage-Flaute als auch Preisdruck führten hier zu Umsatz-Rückgängen.
Alles in allem erzielte Fenix Outdoor Group im zweiten Verkaufsquartal einen Netto-Gesamtumsatz in Höhe von 139,4 Millionen Euro (minus 3,8 Prozent).
Dieser teilt sich wie folgt auf:
– »Brands«: 38,0 Millionen Euro (minus 6,2 Prozent)
– »Frilufts«: 81,2 Millionen Euro (minus 2,7 Prozent)
– »Global Sales« (umfasst jene Vertriebsunternehmen, die mehr als nur eine Fenix Outdoor-Marke verkaufen): 20,3 Millionen Euro (minus 0,5 Prozent)
Das EBITDA betrug 3,7 Millionen Euro (04-06/2025: 6,6 Millionen Euro) und das Betriebsergebnis (EBIT) minus 11,1 Millionen Euro (04-06/2025: minus 7,2 Millionen Euro).
Nichtsdestotrotz konnten die Schweden ihren Halbjahres-Umsatz mit 305,3 Millionen Euro leichte 0,9 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes halten. Allerdings hatte man sich nach einem vielversprechenden ersten Verkaufsquartal 2026 mehr versprochen. Einziger Lichtblick: in ihrem sich weltweit verbessernden Vertriebsergebnis und in der positiven Entwicklung in den USA sieht die Gruppe Anzeichen einer Erholung. Die würden auch dafür stehen, dass es innerhalb des Fenix Outdoor-Geschäfts »Bereiche gibt, die widerstandsfähig sind und Verbesserungspotenzial bieten«.
Ausblick
Laut dem Fenix Outdoor Group-Vorstandsvorsitzenden Martin Nordin bleibt das Marktumfeld auch in Zukunft unbeständig: »Deutschland stellt weiterhin eine Herausforderung dar und ist preisgetrieben, während sich die Märkte in den nordischen Ländern und in Kanada positiver entwickeln. Wir müssen uns weiterhin auf Kostenkontrolle, operative Stabilität und die Verbesserung der Leistung der neuen IT-Umgebung konzentrieren. Wir sind nach wie vor mit einigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der neuen IT-Umgebung konfrontiert, deren Einführung nicht ohne operative Schwierigkeiten und Verzögerungen bei einigen verbesserten Funktionen verlief. Seit Anfang dieses Jahres nehmen wir zudem unter Nutzung des neuen IT-Systems eine umfassende Umstellung unserer betrieblichen Prozesse in Bezug auf unsere Marktstrategie vor und sehen bereits erste Auswirkungen. Aufgrund des saisonalen Charakters unseres Geschäfts werden die endgültigen Effekte jedoch noch einige Zeit auf sich warten lassen.«
Text: Jo Beckendorff



