Laut vorläufigen Zahlen endete das vierte Geschäftsquartal 2024 von Fenix Outdoor mit einem Netto-Umsatz von 174,6 Millionen Euro (minus 3,1 Prozent). Der größte Teil des Umsatzrückgangs entfiel auf das Fenix Outdoor-Geschäftsbereiche »Brands« und »Global Sales«.
Das vorläufige Betriebsergebnis belief sich auf 2,6 Millionen Euro (10-12/2023: 0,4 Millionen Euro). Der letztendliche Nettoverlust des vierten Quartals lag bei 3,2 Millionen Euro (10-12/2023: Nettoverlust von 6,8 Millionen Euro).
Laut Fenix Outdoor-CEO Marin Nordin kam es in den nordischen Ländern im vierten Verkaufsquartal aufgrund der kalten Witterungsverhältnisse zu einer höher als erwarteten Nachfrage – und sogar zu Engpässen, weil man wegen der hohen Lagerbestände im letzten Jahr vorsichtiger eingekauft hat.
Das Gesamtjahr
Der oben genannte Netto-Gesamtumsatz 2024 in Höhe von 685,6 Millionen Euro teilt sich laut vorläufiger Zahlen wie folgt auf:
– Geschäftsbereich »Brands« (Marken Fjällräven, Hanwag, Royal Robbins, Tierra): 173,2 Millionen Euro (minus 12,7 Prozent)
– Geschäftsbereich »Frilufts« (neben Globetrotter die Einzelhandels-Geschäfte/Filialen von Friluftsland A/S, Naturkompaniet AB, Partioaitta Oy, Trekitt, Exist Internet AS etc.): 347,5 Millionen Euro (minus 1,3 Prozent)
– Geschäftsbereich »Global Sales« (umfasst jene Vertriebsunternehmen, die mehr als nur eine Fenix Outdoor-Marke verkaufen): 164,6 Millionen (minus 12,7 Prozent)
Stationärer Frilufts-Vertrieb 2024 punktet contra Digital-Vertrieb
Was das unter »Frilufts« stapfende und auch Fahrradprodukte verkaufende nationale Outdoor-Filialgeschäft betrifft, erklärt Fenix Outdoor, dass »der stationäre Vertrieb auch in diesem Jahr besser abschnitt als der digitale Vertrieb«. Genauer gesagt lag der Anteil des über den stationären Handel laufenden Verkaufs am Fenix Outdoor-Gesamtumsatz auf Jahresbasis bei 69,9 Prozent (Vorjahr: 68,2 Prozent) und der des digitalen Direktverkaufs am Gesamtumsatz auf Jahresbasis bei 30,1 Prozent (Vorjahr: 31,8 Prozent).
Ausblick
Mit Blick auf die 2025er-Auftragsbücher sehen die Schweden sowohl für Herbst als auch Winter zwar eine Verbesserung. Allerdings werde man sich weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld bewegen. »Es gibt immer noch Anzeichen dafür, dass die Einzelhändler vorsichtig sind, wenn es darum geht, Risiken bei den Lagerbeständen einzugehen. Sie verlassen sich mehr auf Nachbestellungen der Marken. Das bedeutet, dass das Risiko in unserem Geschäft steigt, vor allem im Einkauf, da wir ein größeres Risiko eingehen müssen, damit wir bei Nachbestellungen mehr Kapital schlagen können«, erklärt Nordin.
Die Versorgungskette und das politische Umfeld seien ebenfalls nicht zu unterschätzende Faktoren. Trotzdem gilt: »Auch wenn wir nicht überall in der Gruppe das optimale Niveau erreicht haben – wir haben unsere Bestandssituation insgesamt verbessert.« Dazu sollen auch die in diesem Jahr weiterhin auf Umsatz und Kostenkontrolle liegenden Themenschwerpunkte beitragen.
Text: Jo Beckendorff



