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Fox Factory 2025: SSG-Umsatz im schwierigen Umfeld auf Vorjahresniveau
Zwar konnte Fahrwerks-Spezialist Fox Factory Holding Corp. das vierte Verkaufsquartal seines Geschäftsjahres 2025 mit einem leichten Umsatzwachstum von 2,3 Prozent auf 361,07 Millionen USD (305,54 Millionen Euro) abschließen. Zu diesem positiven Ergebnis konnte der unter dem Dach der Specialty Sports Group (SSG) zusammengefasste Fahrrad- und Baseball-/Softball allerdings nicht beitragen. Dasselbe gilt für das gesamte Fox Factory-Geschäftsjahr 2025.
Foto: Fox Factory

Im Zeitraum 10-12/2025 hat SSG (Marken Easton Cycling, Fox, Marucci inklusive Lizard Skins, Marzocchi, Race Face, Ride Concepts) im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres mit ihren 118,23 Millionen USD einen Nettoumsatz-Rückgang von 5,0 Prozent eingefahren. Laut Fox Factory spiegelt dieses Ergebnis sowohl den Rückgang bei Sport- als auch bei Fahrrad-Produkten wider. Das Minus sei in erster Linie darauf zurückzuführen, »dass OEMs, Händler und Vertriebspartner als Reaktion auf die marktweiten wirtschaftlichen Bedingungen ihre Lagerbestände reduziert haben«.
Die Bruttomarge des vierten Geschäftsquartals 2025 betrug 28,3 Prozent (10-12/2024: 28,9 Prozent). Was diesen Rückgang betrifft, verweist Fox Factory »auf die unverminderte Auswirkung von Zöllen und Verschiebungen in unserem Produktmix«.
Mit diesem Quartalsergebnis im Rücken erhöhte sich der Nettoverlust von 179.000 USD (151.474 Euro) in 10-12/2024 auf 287,03 Millionen USD (242,89 Millionen Euro) im 10-12/2025.
Das gesamte Fox Factory-Geschäftsjahr 2025
Was das komplette Geschäftsjahr 2025 betrifft, erzielte Fox Factory einen Netto-Gesamtumsatz von 1,47 Milliarden USD (1,24 Milliarden Euro, plus 5,3 Prozent). Dieser teilt sich auf die drei von Fox ausgewiesenen Geschäftsbereiche wie folgt auf:

Power Vehicles Group (PVG): 488,14 Millionen USD (413,07 Millionen Euro, plus 5,8 Prozent)
Aftermarket Applications Group (AAG): 470,01 Millionen USD (397,73 Millionen Euro, 11,5 Prozent)
Specialty Sports Group (SSG): 509,17 Millionen USD (430.87 Millionen Euro, minus 0,4 Prozent)

Den leichten Rückgang des SSG-Nettoumsatzes führt Fox Factory hauptsächlich auf geringere Sportprodukt-Umsätze zurück. Die konnten allerdings teilweise »durch höhere Umsätze mit Fahrrädern« ausgeglichen werden. Heißt laut Fox Factory-CEO Mike Dennison auch, dass sich die Fahrradbranche »in einem komplexen Umfeld» Stichwort Marktbereinigung, Lagerbestände, Zölle etc.) langsam stabilisiert.
Die Bruttomarge lag im Geschäftsjahr 2025 bei 30,2 Prozent (2024: 30,4 Prozent). Die bereinigte Bruttomarge betrug – »ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Abschreibung eines erworbenen Lageraufschlags und der Kosten für die Umstrukturierung des Unternehmens«, 30,2 Prozent (2024: 30,8 Prozent). Laut Fox Factory ist dieser Rückgang »in erster Linie auf die Auswirkungen von Zöllen und Veränderungen in unserem Produktmix« zurückzuführen.
Das bereinigte EBITDA 2025 lag mit seinen 168,36 Millionen USD (142,47 Millionen Euro) 0,8 Prozent über dem des Vorjahres. Indes wuchs der Nettoverlust auf 544,72 Millionen USD (460,95 Millionen Euro). Zum Vergleich: 2024 fuhr Fox Factory einen Nettogewinn von 6,51 Millionen USD (5,50 Millionen Euro) ein.
»Das Geschäftsjahr 2025 war für Fox Factory ein Jahr voller Herausforderungen und bedeutender Fortschritte«, erklärt Dennison, »trotz anhaltender Gegenwinde in unseren Endmärkten konnten wir ein konsolidiertes Umsatzwachstum erzielen und gleichzeitig unsere Phase 1 des Gewinnoptimierungs-Plans erfolgreich umsetzen, der im Laufe des Jahres zu realisierten Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 25 Millionen USD (21,15 Millionen Euro) führte und uns half, die Auswirkungen der Zölle während des Jahres abzumildern. Diese umfassenden Bemühungen, die sich auf die Optimierung unserer Präsenz und die kontinuierliche Verbesserung in allen drei Geschäftsbereichen konzentrierten, haben gezeigt, dass wir in der Lage sind, unseren Umsatz unter schwierigen Bedingungen zu steigern und gleichzeitig wichtige operative Initiativen umzusetzen.«
Ausblick
Damit sei die Arbeit allerdings noch lange nicht getan: »Wir ergreifen umfassende Maßnahmen, um unsere historischen bereinigten EBITDA-Margen im mittleren bis hohen Zehnerbereich wiederherzustellen und unseren Weg zur Verbesserung der Bilanz zu beschleunigen. Wir positionieren Fox Factory grundlegend neu, indem wir eine effizientere Grundlage schaffen, damit wir eine größere operative Hebelwirkung erzielen können, wenn das Wachstum in unseren Endmärkten zurückkehrt.«
Zur aktuell laufenden Strategie-Phase 2, mit der etwaige Zollauswirkungen ausglichen werden wollen, gehört »die Rationalisierung der Geschäftsbereiche, die Steigerung der Produktivität in der Lieferkette und bei den Materialkosten sowie die Senkung der Betriebskosten, die zusammen zusätzliche Einsparungen von etwa 40 Millionen USD (33,84 Millionen Euro) bis 2026 ermöglichen sollen«.
Somit gehen die US-Amerikaner für das laufende Geschäftsjahr 2026 von einem Nettoumsatz zwischen 1,33 und 1,42 Milliarden USD (1,12 und 1,20 Milliarden Euro) und einem bereinigten EBITDA in Höhe von 174 bis 203 Millionen USD (147,24 und 171,78 Millionen Euro) aus.

Text: Jo Beckendorff

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