Als Grund nennt Giant hauptsächlich die Aufwertung des Taiwan-Dollars gegenüber anderen Währungen. Hinzu kommen unterschiedliche regionale Entwicklungen: Während das OEM-Geschäft getrieben von anziehender Nachfrage in Europa um fast 30 Prozent zulegte, entwickelte sich die Eigenmarke zurückhaltender, beeinflusst durch einen hohen Vorjahres-Vergleichswert im chinesischen Markt. In den USA schwächte sich die Verbrauchernachfrage aufgrund von Zollpolitik und makroökonomischen Herausforderungen ab. In Europa fiel die Performance je nach Region unterschiedlich aus. Die Lagerbestände habe man auf gesunde Vor-Pandemie-Niveaus reduzieren können, meldet Giant.
Die Reduzierung der Lagerbestände und das starke OEM-Wachstum sind ein Indiz für eine in der Branche einsetzende Normalisierung. Währungseffekte bleiben ein wichtiger Risikofaktor für international agierende Fahrradhersteller.
Zweites Quartal schwach
Im zweiten Quartal sank der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 25,6 Prozent auf 15,75 Milliarden Taiwan-Dollar (452 Millionen Euro*). Die Bruttogewinnspanne erreichte 20,4 Prozent. Einen Einfluss hatten hier Rabatte und Währungsschwankungen. Der Nettogewinn vor Steuern wurde durch Währungsverluste in Höhe von 230 Millionen Taiwan-Dollar (7 Millionen Euro) nach Steuern 190 Millionen Taiwan-Dollar (5 Millionen Euro).
Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,48 Taiwan-Dollar. Ohne die Währungseffekte hätte der Gewinn je Aktie etwa 1,07 Taiwan-Dollar betragen.
Produktionsnetzwerk als Stärke
Giant sieht sich aber mit seinem globalen Netzwerk mit Produktionsstandorten in Taiwan, China, den Niederlanden, Ungarn und Vietnam gut gewappnet, um flexibel auf sich ändernde Handelspolitiken, Zölle und regionale Marktanforderungen reagieren zu können. Man konzentriere sich darauf, den Betreib weiter zu optimieren und sich an externe Veränderungen anzupassen. Giant strebe nachhaltiges Wachstum an und will hochwertige Produkte an Verbraucher weltweit liefern.
Erfolge im Profisport
Im Profi-Radsport verbuchten die von Giant gesponserten Teams Erfolge bei der Tour de France 2025: Ben O’Connor vom Team Jayco AlUla gewann die 18. Etappe auf Giants Propel-Bike mit CADEX-Laufrädern. Mavi García vom Team Liv AlUla Jayco sicherte sich einen Etappensieg bei der Toure de France Femmes.
*Euro-Beträge basieren auf dem aktuellen Wechselkurs von 34,82 Taiwan-Dollar pro Euro.*
