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GoPro 2025: trotz zweistelligem Umsatzrückgang deutliche Verlustverringerung
Das vierte Verkaufsquartal des Geschäftsjahres 2025 konnte dem Actionsport-Kamerapionier GoPro Inc. das Gesamtergebnis auch nicht mehr mit großen Umsatzsprüngen aufhübschen. Immerhin konnten die US-Amerikaner ihren Jahresverlust dank radikaler Kostensenkungs-Maßnahmen verringern.
ScreenshotFoto: GoPro

Mit einem Nettoumsatz von 201,67 Millionen USD (174,21 Millionen Euro) lag der vierte Quartalsumsatz 2025 mit einem leichten Plus von 0,4 Prozent quasi auf dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Während der darin enthaltende Hardwaren-Umsatz mit seinen 175,12 Millionen USD (151,26 Millionen Euro) im Vergleich um leichte 0,9 Prozent leicht anstieg, musste das Abo- und Dienstleistungs-Geschäft mit seinem erzielten Umsatz in Höhe von 26,55 Millionen USD (22,93 Millionen Euro) einen Rückgang von 2,5 Prozent schlucken.
Was das Gesamtjahr 2025 betrifft, lag der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr mit seinen 651,54 Millionen USD (562,74 Millionen Euro) allerdings zweistellige 18,7 Prozent darunter. Dieser Wert lässt sich in 545,27 Millionen USD Hardware (470,95 Millionen Euro, minus 21,5 Prozent) und 106,28 Millionen USD Abo- und Dienstleistungen (91,79 Millionen Euro, minus 0,6 Prozent) aufteilen.
Anders ausgedrückt: während der letztjährige Kamera-Absatz mit seinen 2 Millionen Einheiten 20 Prozent unter dem des Vorjahres lag, konnten sich die Einnahmen aus dem Abo- und Dienstleistungs-Geschäft auf nahezu Vorjahres-Niveau halten.
Dazu GoPro-CFO und -COO Brian McGee: »Im Jahr 2025 konnten wir die Einnahmen aus Abonnements und Dienstleistungen in Höhe von 106 Millionen USD aufrechterhalten, indem wir die Anschluss- und Kundenbindungs-Raten verbessert und den ARPU (RadMarkt-Anmerkung: ARPU = »Average Revenue per User«, also den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer) erhöht haben. Die GAAP-Bruttomarge war trotz der Absorption von 20 Millionen USD an Tarifausgaben unverändert. Gleichzeitig konnten wir die Betriebskosten um 93 Millionen USD oder 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr senken.«
Das bereinigte EBITDA lag immer noch mit 28,52 Millionen USD (24,63 Millionen Euro) im Minus, konnte sich aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern: 2024 lag es bei minus 71,64 Millionen USD (61,87 Millionen Euro). Somit konnte der Jahresverlust nicht zuletzt dank radikaler Kosteneinsparungen und trotz schwächelnder Kamera-Verkäufe von 432,31 Millionen USD (373,40 Millionen Euro) im Jahr 2024 auf 93,49 Millionen USD (80,75 Millionen Euro) auch deutlich verringert werden.
Ausblick
GoPro-Gründer und -CEO Nicholas Woodman schaut positiv in die Zukunft: »Mit Blick auf das zweite Quartal 2026 freuen wir uns auf die Einführung von GP3, unserem neuen AI-fähigen Bildprozessor der nächsten Generation, der in diesem Jahr mehrere neue GoPro-Kameras antreiben wird. GP3 ermöglicht eine hochwertigere Kamera-Produktpalette mit branchenführender Bildqualität und Verarbeitungsleistung, wodurch GoPro in noch höheren Segmenten des Marktes für digitale Bildverarbeitung konkurrieren und gleichzeitig seine Führungsposition in unseren bestehenden Produktkategorien festigen kann.«
Mit der Einführung seiner ersten GP3-basierten Kameras tritt der Anbieter eigenen Angaben zufolge in eine neue Ära ein, von der er sich erhofft, sein Gesamtmarkt-Potential erweitern und seine finanzielle Performance stärken zu können.

Text: Jo Beckendorff

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