Nach einem weiteren Ergebnis-Rückgang im ersten Verkaufsquartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 hieß es wie im RadMarkt bereits berichtet, dass »der Vorstand das Unternehmen ermächtigt hat, einen Prozess zur Prüfung strategischer Alternativen einzuleiten und einen Finanzberater zu beauftragen, der diesen Prozess unterstützt«.
Dazu ist der Unternehmens-Vorstand laut Woodman zum folgenden Ergebnis gekommen: »Ein unabhängiger Ausschuss des Vorstands hat eine Reihe von Finanzierungsoptionen geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass diese Struktur die günstigsten Konditionen für GoPro und unsere Aktionäre bietet. Meine Finanzierung spiegelt meine Begeisterung für GoPro und die zahlreichen Zukunftschancen des Unternehmens wider. Ich unterstütze weiterhin nachdrücklich die Prüfung strategischer Alternativen durch den Vorstand – ein Prozess, den wir am 11. Mai 2026 angekündigt haben und der weiterhin voranschreitet.«
Die Finanzspritze des Gründers und CEOs in den börsennotierten Actionsport-Kamerapionier erfolgt durch die Ausgabe von vorrangig besicherten Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag von 20 Millionen USD sowie von Optionsscheinen zum Erwerb von Stammaktien der Klasse B des Unternehmens über mit Woodman verbundene Unternehmen. Dabei unterliegt die Finanzierung bestimmten Abschlussbedingungen, die in einem aktuellen zusammengefassten (Finanzierungs-)Bericht bei der der Börsenaufsichts-Behörde (Securities and Exchange Commission) eingereicht wurden.
Nach der verkündeten Finanzspritze seitens Woodman am 8. Juli kletterte der GoPro-Aktienkurs bis zum Abend um mehr als 3 Prozent auf 0,726 USD (0,64 Euro). Problem (Stichwort unfreiwilliges Delisting): wenn der Kurs an 30 aufeinanderfolgenden Tagen unter der 1 USD-Marke (0,87 Euro) liegt, läuft die GoPro-Aktie Gefahr, gemäß sogenannter Penny-Stock-Regel von der US-Börse Nasdaq vom Handel genommen zu werden.
Zum Vergleich: im September letzten Jahres lag das 52-Wochen-Hoch der GoPro-Aktie noch bei 3,045 USD (2,66 Euro).
Text: Jo Beckendorff


