GoPro-Umsätze im zweiten Quartal rückläufig
Der Action-Kamera-Hersteller GoPro erzielte im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 153 Millionen US-Dollar (minus 18 %). Der GAAP-Rohgewinn betrug 35,8 % (Vorjahr 30,5 %), die non-GAAP-Rohmarge stieg auf 36,0 % (Vorjahr 30,7 %).
Foto: GoPro

Dank einer Reduzierung der Betriebskosten um 32 % erhöhte sich das Adjusted EBITDA um 83 % auf minus 5,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich stand ein GAAP-Nettogesamtverlust von 16,4 Millionen Dollar (Vorjahr 48 Millionen Dollar) beziehungsweise ein non-GAAP-Verlust von 12 Millionen US-Dollar (Vorjahr 36 Millionen US-Dollar).

GAAP (Generally Accepted Accounting Principles, deutsch: Allgemein akzeptierte Buchhaltungsregeln) sind eine Sammlung allgemein anerkannter Rechnungslegungsvorschriften und -standards für die Finanzberichterstattung.

Vertriebskanäle und Abonnements

Der Durchverkauf lag bei 500.000 Einheiten und damit 23 % unter dem Vorjahr. Der Einzelhandelsumsatz machte 73 % des Gesamtumsatzes aus (111 Millionen US-Dollar), der Webshop GoPro.com trug 27 % bei (41 Millionen US-Dollar). Das Abonnement- und Servicegeschäft blieb mit 26 Millionen US-Dollar stabil; die Abonnentenzahl fiel leicht auf 2,45 Millionen Nutzer (– 3 %).

Teilerfolg im Wettbewerbsstreit und neue Produkte

Laut GoPro kam die United States International Trade Commission in einer ersten Zwischenentscheidung zu dem Schluss, dass der Wettbewerber Insta 360 Patente der Hero-Designserie verletzt haben könnte; die Sache ist aber noch anhängig.

Als neues Produkt wurde die Hero 13 Black Ultra Wide Edition mit vorinstalliertem 177°-Ultra-Weitwinkel-Modul vorgestellt. Außerdem kommen zwei 360°-Editing-Tools („MotionFrame“ und „POV“) in der GoPro App für fixe Videoformate. An Outdoor-Enthusiasten richtet sich die Limited Edition Forest Green der Hero 13 Black.

Außerdem wurden drei erfahrene Führungskräfte neu in den Vorstand berufen.

Ausblick und Strategie – Wettbewerb mit DJI

GoPro setzt auf eine breitere Produkt- und Service-Palette im zweiten Halbjahr 2025, um ab dem vierten Quartal wieder Wachstum zu erzielen und in die Gewinnzone zurückzukehren. Dabei sollen Effizienzsteigerungen, neue Hardware- und Software-Innovationen sowie das erweiterte Abonnementangebot die Ergebnisse nachhaltig verbessern.

Experten sehen GoPro in einem harten Wettbewerb mit DJI. Dessen Modell Osmo Action 5 Pro wird häufig mit der Hero 13 verglichen. Auf Youtube findet man einige Dutzend Vergleichs-Videos, einige davon beziehen sich explizit auf den Einsatz an Mountainbikes.

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