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Gute erste Quartalszahlen 2025: Leatt kommt wieder richtig in die Spur
Der in den USA außerbörslich gehandelte südafrikanische Zweirad-Schutzbekleider (und seit neustem auch Fahrradkomponenten-Anbieter) Leatt Corporation hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025 einen Gesamtumsatz von 15,37 Millionen USD (13,72 Millionen Euro) erzielt. Gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres entspricht das einem fulminanten Sprung von 45 Prozent.
Foto: Leatt

Wie bei vielen anderen Branchenteilnehmern auch war die Post-Corona-Zeit für Leatt kein Zuckerschlecken. Wurden in der Pandemiezeit neue Rekorde eingefahren und an der Börse neue Höhen erzielt, ging es danach resolut bergab. Wie die soeben vorgelegten Quartalszahlen belegen, scheint man nun endlich wieder Boden unter den Füssen zu haben – und nicht nur das.
»Die Dynamik, die wir in den letzten Quartalen aufgebaut haben, hat unser gesamtes Team begeistert und mit Energie für die Zukunft ausgestattet«, freut sich Leatt-CEO Sean Macdonald, »wir sehen uns branchenweit mit geopolitischem und wirtschaftlichem Gegenwind konfrontiert, insbesondere in den USA, wo sich der Handelskrieg auf das Verbrauchervertrauen und die Inflation auswirken und die Nachfrage nach unseren Produkten möglicherweise verringern könnte. Aus diesem Grund arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten und Kunden zusammen, um Zollrisiken und Kosten so weit wie möglich zu minimieren.«
Alle Produktkategorien legen wieder zu – Helmverkäufe verdoppelt
Den Anstieg der ersten Quartals-Gesamtumsatzes erklären die Südafrikaner vor allem mit einem Verkaufsplus von 36,6 Prozent bei Körperschutz-Produkten (umfassen Brustpanzer, Oberkörper-Schutz, und Oberkörper-Schutzwesten, Rückenprotektoren, Knieschützer, Knie- und Ellbogen-Schützer, Motorrad-Geländestiefel und MTB-Schuhe) auf 6,87 Millionen USD (6,13 Millionen Euro), einem Verkaufsplus von 101,2 Prozent bei Helmen auf 3,40 Millionen USD (3,04 Millionen Euro), einem Plus von 32,7 Prozent bei sonstigen Produkten, Teilen und Zubehör (Brillen, Trinkblasen, Trikots, Hosen, Shorts, Jacken, Sonnenbrillen, Fahrradkomponenten und Kundendienst-Artikel) auf 4,42 Millionen USD (3,95 Millionen Euro) und einem Halskrausen-Verkaufsplus von 21,4 Prozent Millionen USD auf 678.295 USD (605.559 Euro).
Mit all diesen guten Zahlen im Rücken konnten die Südafrikaner auch wieder einen guten Nettogewinn in Höhe von 1,12 Millionen USD einfahren (1,0 Millionen Euro). Zum Vergleich: im vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum war es noch ein Nettoverlust in Höhe von 816.679 USD (729.040 Euro).
Internationales Geschäft wächst wieder zweistellig
Geographisch aufgeteilt entfielen 3,60 Millionen USD (3,21 Millionen Euro, minus 7,0 Prozent) des oben genannten Quartals-Gesamtumsatzes auf die USA sowie 11,77 Millionen USD (10,51 Millionen Euro, plus 74,6 Prozent) auf den Rest der Welt.
Heißt, das mittlerweile nur noch 23,4 Prozent des Gesamtumsatzes auf in den USA eingefahren werden und mehrheitliche 76,6 Prozent international (sprich im Rest der Welt).
Interessant: während das D2C-Geschäft im ersten Quartal im Vergleich zu 01-03/2024 nur um 14 Prozent zulegen konnte, wuchs das über die stationären Fachhandels-Partner um steile 79 Prozent.
Ausblick
Mit Blick auf die oben von Leatt-CEO Sean Macdonald »inbesondere in den USA« aufgebauten Handelshürden etc. versichert er, dass sein Unternehmen kontinuierlich an der Verbesserung der globalen Vertriebskapazitäten arbeiten wird: »Wir sind zuversichtlich, dass sich die jüngsten Neuzugänge in unserem Team positiv auf unsere künftige Leistung auswirken werden. Diese Investitionen brauchen Zeit, bis sie sich in den Ergebnissen bemerkbar machen, aber wir glauben, dass unser Erfolg beim Aufbau eines großartigen Teams ein Eckpfeiler für unser zukünftiges Wachstum ist.« Prognosen für das laufende Geschäftsjahr werden im ersten Quartalsbericht nicht kommuniziert.

Text: Jo Beckendorff

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