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Helen of Troy 06-08/2025: Zölle bremsen Umsatz und Gewinn aus
Der US-amerikanische Konsumgüter-Konzern Helen of Troy Limited hat in seinem von Juni bis August laufenden zweiten Verkaufsquartal des Geschäftsjahres 2024/2025 einen konsolidierten Nettoumsatz von 431,78 Millionen USD eingefahren. Verglichen mit dem Vorjahres-Zeitraum 06-08/2024 ist das ein Rückgang von 8,9 Prozent.
Foto: Helen of Troy

Darin enthalten: ein konsolidierter Nettoumsatz des Geschäftsfelds «Home & Outdoor« (Marken Hydro Flask, Oxo, Osprey Packs) in Höhe von 208,72 Millionen USD (minus 13,7 Prozent).
»Obwohl wir mit unseren Ergebnissen nicht zufrieden sind, war das zweite Quartal ein Schritt nach vorne. Der Nettoumsatz und der bereinigte Gewinn pro Aktie lagen am oberen Ende unserer Prognose«, erklärt Helen of Troy-CFO Brian L. Grass, »wir passen uns weiterhin an erhebliche Geschäftsstörungen und Kostenbelastungen an, die in unserem Ausblick für den Rest des Jahres berücksichtigt sind. Ich bin zuversichtlich angesichts der Maßnahmen, die wir im Laufe des Quartals umgesetzt haben, um unsere Umsetzung, operative Effizienz und Markteinführungs-Effektivität zu verbessern.«
Der im Vergleich 8,9-prozentige Umsatzrückgang beruht laut den börsennotierten US-Amerikanern vor allem »auf einen Rückgang des organischen Geschäfts um 76,1 Millionen USD oder 16,0 Prozent«. Dieser Rückgang ist vor allem auf das Geschäftsfeld »Beauty & Wellness« zurüchzuführen. Allerdings musste auch das Geschäftsfeld »Home&Outdoor« im Sektor isolierte Trinkgefäße und Haushaltswaren einen spürbaren Verkaufsrückgang schlucken. Was dort allerdings weiter gut lief: Reise- und Lifestyle-Taschen. Der Umsatzrückgang des zweiten Geschäftsquartals konnte auch durch den Beitrag der Übernahme von Olive & June, LLC („Olive & June“) abgefedert werden. Sie trug 33,4 Millionen USD oder 7,0 Prozent zum konsolidierten Nettoumsatz bei.
Der Nettoverlust belief sich auf 308,6 Millionen USD. Zum Vergleich: in 06-08/2024 war es noch ein Nettogewinn von 17,0 Millionen USD. Helen of Troy erklärt diesen Rückgang unter anderem mit der Erfassung einer Wertminderung auf Vermögenswerte nach Steuern in Höhe von 294,0 Millionen USD.
Ausblick
Helen of Troy bewertet auch weiterhin die disruptiven Auswirkungen, die Zölle auf die Absatzmärkte des Unternehmens haben, sowie die Anpassung der Einzelhändler an die Zollkosten und die Unsicherheit als unkalkulierbare Hürden. Um das Zoll-Risiko zu mindern, hat das Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternommen. Auch dabei und wie vom RadMarkt bereits berichtet: die Verlegung der Produktion außerhalb Chinas in andere Regionen, in denen mit niedrigeren Zöllen oder Gesamtkosten zu rechnen ist. Zudem soll künftig ein und dasselbe Produkt in mehr als einer Region zu beschaffen sein.
Das Unternehmen geht nun davon aus, dass es seine Kosten für verkaufte Waren, die den chinesischen Zöllen unterliegen, bis Ende 2026 auf 25 bis 30 Prozent senken kann (verglichen mit der bisherigen Erwartung von weniger als 25 Prozent). Außerdem werden weiterhin andere Maßnahmen zur Risikominderung (Stichworte Kostensenkungen bei Lieferanten und Preiserhöhungen für Kunden bei Produkten, die Zöllen unterliegen) anvisiert.
Zusätzlich zu den globalen Zoll-Unsicherheiten sieht Helen of Troy »ungünstige Auswirkungen auf die Inflation, das Verbrauchervertrauen, die Beschäftigung und die allgemeinen makroökonomischen Bedingungen, die derzeit nicht vorhersehbar sind und außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen«.
Somit geht das börsennotierte Unternehmen jetzt für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 von einem konsolidierten Nettoumsatz zwischen 1,74 Milliarden und 1,78 Milliarden USD aus. Verglichen mit dem vorherigen Geschäftsjahr 2024/2025 ist das ein Rückgang von 8,8 bis 6,7 Prozent. Darin wiederum enthalten: ein Nettoumsatz-Rückgang von »Home & Outdoor« um 11,8 bis 9,7 Prozent.
O-Ton aus der Helen of Troy-Zentrale: »Die Umsatzprognose spiegelt die Einschätzung des Unternehmens wider, dass die Konsumausgaben insbesondere in bestimmten diskretionären Kategorien weiterhin schwach bleiben werden, sowie seine Einschätzung einer erhöhten makroökonomischen Unsicherheit, eines stärker werbeorientierten Umfelds und einer zunehmenden Belastung der Endverbraucher…«

Text: Jo Beckendorff

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