In seinem von Dezember bis Februar laufenden vierten Geschäftsquartal 2025/2026 fuhr Helen of Troy einen konsolidierten Netto-Gesamtumsatz von 470,03 Millionen USD (401,60 Millionen Euro) ein. Dieser teilt sich auf die zwei vom Anbieter ausgewiesenen Geschäftssparten wie folgt auf:
Home & Outdoor: 216,50 Millionen USD (184,98 Millionen Euro, minus 1,5 Prozent)
Beauty & Wellness: 253,50 Millionen USD (216,60 Euro, minus 4,7 Prozent)
Obwohl das Unternehmen einen Verlust einfuhr, machte die Aktie mit Veröffentlichung der Geschäftszahlen einen Kursprung von über 20 Prozent. Wie das sein kann? Ganz einfach: der Markt war von einem weitaus schlechteren Ergebnis ausgegangen. Die vorgelegten Zahlen übertrafen alle Vorab-Erwartungen.
Was »Home & Outdoor« betrifft, verweisen die US-Amerikaner – was den Sektor Outdoor betrifft – auf »einen weiter anhaltenden Wettbewerb, eine schwächere Verbrauchernachfrage, geringere Nachbestellungen sowie den ungünstigen Vergleichseffekt durch saisonale und weihnachtliche Platzierungen im Einzelhandel im Vorjahreszeitraum in der Kategorie der isolierten Getränkebehälter«. Genaue Umsatz-Angaben zu den jeweiligen Outdoor-Marken werden leider nicht genannt.
Nur so viel: der Rückgang der Haushaltswaren-Umsätze im Online-Kanal konnten teilweise durch eine starke Nachfrage nach Technik-, Reise- und Lifestyle-Rucksäcken (Marke Osprey) sowie zusätzlichen Umsätzen aus der Einführung neuer Produkte in der Kategorie isolierte Trinkgefäße (Hydro Flask) inklusive höherer Ausverkaufs-Umsätze ausgeglichen werden.
Geschäftsstabilisierung und Finanzverbesserung im Fokus
Was das komplette Helen of Troy-Geschäftsjahr 2025/2026 betrifft, lag der konsolidierte Netto-Gesamtumsatz mit seinem 1,79 Milliarden USD (1,52 Milliarden Euro) 6,4 Prozent unter dem des vorherigen Geschäftsjahres. Hier fehlt leider die Umsatz-Aufteilung auf die beiden Geschäftsfelder des Unternehmens.
»Wir haben das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Nettoumsatz, einem bereinigten Gewinn je Aktie und einem Cashflow am oberen Ende unserer Erwartungen abgeschlossen, was unsere ersten Schritte zur Stabilisierung der Markenleistung und zur Verbesserung unserer Finanzlage in einem dynamischen Jahr widerspiegelt, »erklärt Helen of Troy-CEO G. Scott Uzzell, »wir konzentrieren uns darauf, die Dynamik der Marke wiederherzustellen, indem wir in unsere Produktinnovation, unsere Mitarbeiter und unsere digitalen Fähigkeiten investieren, während wir gleichzeitig Wert auf die Effizienz des Betriebskapitals und die Bilanzproduktivität legen. Wir glauben, dass das Geschäftsjahr 2027 einen entscheidenden Wendepunkt markiert, da wir zu einer wachstumsorientierten Denkweise übergehen, die uns für die langfristige Schaffung von Shareholder Value positioniert.«
Ausblick
Mit diesem Optimismus im Rücken gehen die US-Amerikaner für ihr seit 1. März laufenden Geschäftsjahres 2026/2027 von einem konsolidierten Netto-Gesamtumsatz »zwischen 1,751 Milliarden bis 1,822 Milliarden USD (1,49 bis 1,55 Milliarden Euro) – aufgeteilt in `Home & Outdoor´ im Bereich zwischen 854 Millionen bis 882 Millionen USD (729,75 bis 753,68 Millionen Euro) und `Beauty & Wellness´ zwischen 897 Millionen bis 940 Millionen USD (766,50 bis 803,26 Millionen Euro)« – aus.
Auch hier der Hinweis, dass die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten noch keinen Einzug in diese Geschäftsprognose gehalten haben. Anders ausgedrückt: zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die jeweiligen Aussichten überhaupt nicht einzuschätzen.
Text: Jo Beckendorff


