Zu diesem guten Ergebnis haben beide vom Anbieter ausgewiesenen Geschäftsbereiche beigetragen. Wobei das Geschäftsfeld »Home & Outdoor« mit seinen auch für Radler interessanten Produkten der wesentlichen Marken Hydro Flask (Thermos-Trinkflaschen- und -Essbehälter), Oxo (In- und Outdoor-Haushaltsprodukte) und Osprey Packs (Rucksäcke inklusive Bike-Packs und Reisetaschen) besser abschnitten als das Geschäftsfeld »Beauty & Wellness«.
Alles in allem erzielten die US-Amerikaner in ihrem ersten Geschäftsquartal 2026/2027 einen konsolidierten Gesamtumsatz von 402,12 Millionen USD (351,64 Millionen Euro) und ein Nettogewinn von 30,76 Millionen USD (26,89 Millionen Euro). Damit lag der Gesamtumsatz gute 8,2 Prozent über dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Und dem damaligen Nettoverlust von 450,72 Millionen USD (394,11 Millionen Euro) steht nun eine Nettogewinn gegenüber.
Helen of Troy-CEO G. Scott Uzzell sieht in diesem Ergebnis erste Anzeichen für Fortschritte im Rahmen der mehrjährigen Roadmap, die die disziplinierte Umsetzung aller Teams widerspiegelt – »einschließlich POS-Zuwächsen bei einer Reihe unserer Schlüsselmarken…Zwar liegt noch viel Arbeit vor uns und wir bewegen uns in einem dynamischen Geschäftsumfeld, doch die erzielten Fortschritte stimmen uns zuversichtlich und wir sind überzeugt, dass wir damit die Grundlage für ein beständigeres, langfristiges Wachstum schaffen«.
Der erzielte konsolidierte Nettoumsatz des Geschäftsbereichs »Home & Outdoor« lag im ersten Verkaufsquartals 2026/2027 bei 194,92 Millionen USD (170,44 Millionen Euro, plus 9,5 Prozent). Das Wachstum dieses Sektors wurde laut Unternehmensangaben durch eine starke internationale Nachfrage nach (Osprey-) Funktions-, Lifestyle- und Reise-Rucksäcken, »zusätzliche Umsätze durch die Einführung neuer Produkte, höhere Umsätze durch den Ausbau des Vertriebs in den Kategorien Haushaltswaren und isolierte Trinkgefäße sowie einen günstigen Vergleich zum Vorjahreszeitraum« getrieben. Günstig deshalb, weil »die Unsicherheit bezüglich der Zölle dazu führte, dass Einzelhändler ihre Bestellungen aus dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 in das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 vorverlegten«. Diese Faktoren wurden teilweise durch geringere internationale Umsätze in den Kategorien Haushaltswaren und isolierte Trinkgefäße ausgeglichen.
Ausblick
Mit dem guten ersten Quartalsergebnis im Rücken aktualisiert Helen of Troy auch seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2026/2027: nun geht man von einem konsolidierten Nettoumsatz in Höhe von 1,76 bis 1,83 Milliarden US-Dollar (1,53 bis 1,60 Milliarden Euro) aus. Wobei man weiterhin bestehende Hürden nicht verhehlen will. O-Ton: »Der Ausblick des Unternehmens spiegelt die Einschätzung der Unternehmensleitung wider, dass weiterhin Preisdruck, eine schwache Nachfrage in den nicht lebensnotwendigen Kategorien, ein konservatives Bestandsmanagement der Einzelhändler sowie ein zunehmend wettbewerbsintensives und von Werbeaktionen geprägtes Umfeld bestehen bleiben.«
Text: Jo Beckendorff


