Der oben genannte Konzernumsatz 01-06/2026 liegt 5,6 Prozent unter dem des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum. Er teilt sich auf die drei von hGears ausgewiesenen Geschäftsbereiche wie folgt auf (Zahlen gerundet):
E-Bike: 5,1 Millionen Euro (minus 31,2 Prozent)
(E-)Mobility: 25,5 Millionen Euro (plus 7,0 Prozent)
E-Tools: 15,9 Millionen Euro (minus 11,8 Prozent)
Mit Blick auf den Sektor E-Bike heißt es im hGears-Geschäftsbericht, dass die weiterhin schwache Fahrradproduktion und der anhaltende Lagerabbau entlang der Wertschöpfungskette ursächlich für die hohe Vergleichsbasis infolge von Vorzieheffekten im Vorjahr waren.
Vollzogene Struktur- und Effizienz-Maßnahmen greifen
Der bereinigte Bruttogewinn des ersten Halbjahres 2026 lag bei 21,0 Millionen Euro (minus 6,9 Prozent) und die bereinigte Bruttomarge bei 44,9 Prozent (01-06/2025: 45,6 Prozent). Trotz geringerer Volumina und negativer Netto-Währungseffekte von rund 0,4 Millionen Euro wurde die Profitabilität in diesen angespannten Zeiten mit Hilfe vom Unternehmen umgesetzten Struktur- und Effizienzmaßnahmen gestützt. Was laut Unternehmensangaben vor allem dazu beigetragen, ist die Anpassung der Personalkosten an das niedrigere Geschäftsvolumen. In Zahlen: der Personalaufwand konnte um 1,9 Millionen Euro beziehungsweise 10,9 Prozent verringert werden
Das bereinigte EBITDA war mit EUR 0,4 Millionen immer noch positiv, lag aber unter den 1,1 Millionen Euro des vergleichbaren Vorjahres-Zeitraumes. Die bereinigte EBITDA-Marge betrug 0,8 Prozent (01-06/2025: 2,2 Prozent).
Ausblick
Auch wenn die aufgrund diverser neuer Projekte vorgenommenen Investitionen mit 1,6 Millionen Euro leicht über Vorjahr lagen, beliefen sich die liquiden Mittel zum 30. Juni 2026 auf 7,2 Millionen Euro. Außerdem wurde die vorgesehene Brückenfinanzierung mit der Umsetzung mehrerer Finanzierungs- und Liquiditäts-Maßnahmen für die derzeit laufende zweite Jahreshälfte sichergestellt. Die Eigenkapitalquote betrug 27 Prozent.
Laut hGears-CEO Sven Arend hat die positive Entwicklung von (E-)Mobility und die konsequent umgesetzten Struktur- und Effizienzmaßnahmen im ersten Halbjahr dazu beigetragen, »trotz des niedrigeren Geschäftsvolumens das bereinigte EBITDA positiv zu halten und den Free Cashflow im Jahresvergleich zu optimieren. Da die Visibilität insbesondere im Bereich E-Bike weiterhin begrenzt bleibt, setzen wir unseren klaren Fokus auf Kosten, Cashflow und Liquidität fort und bestätigen unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2026.«
Somit erwartet der Unternehmens-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2026 und »auf Basis der aktuellen Marktentwicklung und unter Berücksichtigung der anhaltenden Unsicherheiten« jetzt einen Konzernumsatz von 80 Millionen bis 90 Millionen Euro, ein bereinigtes EBITDA zwischen minus 3 Millionen bis 0 Millionen Euro sowie einen Free Cashflow von minus 5 Millionen bis minus 2 Millionen Euro.
Text: Jo Beckendorff


