2015 war das von Michaël Callens und Niels de Greef gegründete Unternehmen mit dem Ziel durchgestartet, ein innovatives Verbundmaterial für Fahrradrahmen zu entwickeln. Anfang 2024 war man dann so weit, um für die Großserien-Produktion thermoplastischer Karbon-Fahrradrahmen eine strategische Partnerschaft mit der deutschen Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau einzugehen.
Was ist seitdem passiert? Auf LinkedIn schreibt Rein4Ced-Mitbegründer und -CEO Michaël Callens, dass das letzte Jahr verdammt hart war: »Das Einzige, was ich ehrlich sagen kann, ist, dass ich alles getan habe, was ich konnte. Manchmal fühlte es sich an, als würde alles auseinanderfallen und die Welt untergehen, aber ich habe nicht aufgegeben, habe tief durchgeatmet, den Kopf gesenkt und nach Schlupflöchern gesucht, um weiterzumachen. Ende Dezember gingen mir leider die Optionen aus und wir mussten die Insolvenz von Rein4ced beantragen.«
Rückblickend ist Callens nach wie vor davon überzeugt, »dass wir die Grenzen der thermoplastischen Fertigung erweitert haben, aber der Markt, in dem wir gestartet sind (Fahrräder), geriet in eine Krise, und wir hatten zu wenig Zeit, um das Potenzial in anderen Produkten und Märkten (vor allem Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, deren Erschließung einfach sehr viel Zeit erfordert) zu zeigen«.
Letztendlich bittet Callens diejenigen, die sich für die Technologie interessieren und ihren Wert erkennen, sich bei ihm (E-Mail: michael.callens@rein4ced.com) und/oder der Insolvenzverwalterin Ilse van de Mierop (E-Mail: ilse.vandemierop@dlapiper.com) zu melden.
Text: Jo Beckendorff


